Sattelkipper bleibt an Brücke hängen

Lkw-Fahrer aus Werl verursacht lange Sperrung der A2

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[UPDATE 11.20 Uhr] Oelde/Werl - Der Fahrer eines Muldenkipper-Lastwagens aus Werl hat auf der Autobahn 2 bei Oelde am Dienstagfrüh für eine mehrstündige Vollsperrung gesorgt. Seit 9.20 Uhr sind alle Fahrbahnen wieder frei.

Nach Mitteilung der Polizei ereignete sich der folgenschwere Unfall am frühen Dienstagmorgen gegen 1.35 Uhr auf der Fahrbahnspur Richtung Hannover innerhalb einer Nachtbaustelle zwischen den Anschlussstellen Oelde und Herzebrock-Clarholz.

Der 30-jährige Lkw-Fahrer aus Werl befuhr mit seinem Sattelkipper den Baustellenbereich und transportierte bis zur Baustelle (Kilometer 368) frischen Asphalt für eine neue Fahrbahndecke. Nachdem die hochgefahrene Mulde leer war, senkte der Fahrer die Mulde ab und setzte seine Fahrt innerhalb der Baustelle wieder fort. Vermutlich aus Unachtsamkeit rastete die Sicherung der Mulde nicht ein, wodurch sich der Muldenauflieger wieder anhob.

In Höhe Kilometer 364,3 prallte der hochgefahrene Muldenauflieger dann gegen eine Brücke. Dabei löste sich die Mulde vom Auflieger und kam unter der Brücke schwer beschädigt zum Liegen. Der Auflieger löste sich ebenfalls von der Zugmaschine und kam auf der Seite liegend links zum Stillstand. Der Fahrer konnte anschließend die Zugmaschine im Baustellenbereich anhalten.

Keine Verletzten

Menschen wurden bei dem Unfall nicht verletzt. Es könne noch nicht eingeschätzt werden, welche Schäden an der Brücke entstanden sind, so die Polizei.

Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst beide Richtungsfahrbahnen der A2 gesperrt. Ein Statiker zur Begutachtung der Brücke wurde informiert. Dieser kam nach seiner Begutachtung zu dem Ergebnis, dass die Brücke nicht einsturzgefährdet ist. Die Brücke selbst bleibt noch für jeglichen Fahrzeugverkehr und Fußgänger gesperrt.

Rückstaus in beide Richtungen

In beiden Richtungen bildeten sich Rückstaus. Der Verkehr in Richtung Hannover wurde durch die Autobahnmeisterei an der Anschlussstelle Oelde abgeleitet. In Richtung Dortmund wurde der Verkehr an der Anschlussstelle Rheda-Wiedenbrück abgeleitet. Die Feuerwehr Warendorf war zur Ausleuchtung des Unglücksortes und weiteren Maßnahmen eingesetzt.

Nach Freigabe durch den Statiker wurde der Sattelkipper durch ein Bergungsunternehmen geborgen und abgeschleppt. Die Fahrbahn musste durch die Autobahnmeisterei gereinigt werden. Die Richtungsfahrbahn Dortmund wurde um 5.20 Uhr wieder freigegeben; die Richtungsfahrbahn Hannover gegen 9.20 Uhr.

Der Sachschaden am Sattelkipper wird auf ungefähr 40.000 Euro geschätzt. - eB

Quelle: wa.de

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