Lebenslange Haft für "Schlosspark-Killer" von Düsseldorf

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Der "Schlosspark-Killer" wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Düsseldorf - Der sogenannte "Schlosspark-Killer" ist in Düsseldorf zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er tötete nach Überzeugung des Gerichts einen Freund und nahm dessen Identität an.

Das Landgericht habe den 43-Jährigen am Montag wegen Totschlags schuldig gesprochen, sagte eine Gerichtssprecherin. Angeklagt war der Mann wegen Mordes. Staatsanwalt Christoph Kumpa kündigte Revision an. Er hatte vergeblich Sicherungsverwahrung beantragt. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert. Der 43-Jährige war bereits wegen des Angriffs auf einen Makler in Düsseldorf zu zehn Jahren Haft verurteilt worden - wegen versuchten Totschlags.

Schwer bewaffnet aufgelauert

Als unheimlicher Maskenmann hatte er dem Makler schwer bewaffnet aufgelauert und mit einem Messer auf ihn und seine Frau eingestochen. Beide überlebten schwer verletzt. Während der Mann in U-Haft saß, beförderte ein hungriger Fuchs vor drei Jahren das grausige Verbrechen ans Licht, für das der 43-Jährige am Montag verurteilt wurde. Das Tier schleppte einen Fuß samt Socken aus dem Unterholz des Düsseldorfer Schlossparks Eller. Dort stieß ein Spaziergänger auf das Körperteil. Die Polizei entdeckte schließlich den Rest einer gefesselten Leiche, der Kopf war mit Klebeband umwickelt. Zu dem Zeitpunkt saß der 43-Jährige bereits wegen des blutigen Überfalls auf den Makler in Untersuchungshaft - unter dem Namen des Toten, dessen Identität er angenommen hatte.

Wärter mit dem Tode gedroht

Im Gefängnis hatte er zudem zwei Mal Wärter bedroht. Er werde sie umbringen oder umbringen lassen, ließ er sie wissen - auch deswegen wurde er am Montag verurteilt. Der 43-Jährige hatte die Tötung und die Bedrohungen bestritten: Dass sämtliche Wertgegenstände des Opfers in seiner Wohnung entdeckt wurden und er dessen Auto fuhr, liege daran, dass sein 33-jähriger Landsmann bei ihm eingezogen sei, bevor er verschwand. Er habe den falschen Leuten Geld geschuldet. - dpa

Quelle: wa.de

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