Schwerer Unfall bei Werl

Sperrung der A44 aufgehoben - Nur linker Fahrstreifen frei

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Geordnet und mit viel Ruhe wurden die Fahrzeuge auf der A44 gewendet und konnten dann auf der Abfahrt Soest runterfahren.

Werl [Update 17.10 Uhr] - Ein Unfall auf der A 44 bei der Abfahrt Werl-Süd legte fast den ganzen Tag über die Autobahn lahm. Insgesamt wurden drei Menschen verletzt, einer davon schwer. Mittlerweile ist der linke Fahrstreifen wieder frei, die Aufräumarbeiten dauern an.

Nach ersten Erkenntnissen war gegen 9 Uhr ein 26-jähriger Mann aus Polen mit seinem leeren Autotransporter in Fahrtrichtung Dortmund unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Soest und Werl-Süd standen aufgrund von Wartungsarbeiten zwei Arbeitsfahrzeuge auf dem Seitenstreifen, teilt die Polizei aus Dortmund mit. 

Aus bislang ungeklärter Ursache kam der 26-Jährige mit seinem Fahrzeug leicht nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit dem hinteren Arbeitsfahrzeug. Daraufhin lenkte er offenbar nach links, touchierte jedoch auch noch das vordere Fahrzeug und kam auf die linke Spur. Dort prallte er dann gegen den Wagen eines 35-jährigen Mannes aus Soest. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde dieser gegen die Mittelschutzplanke gedrückt. Der Autotransporter blieb anschließend völlig zerstört quer auf der Fahrbahn stehen. 

Der Fahrer wurde schwer verletzt und war zunächst in seinem Führerhaus eingeklemmt. Zeugen befreiten den Mann, er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Auch die Männer aus den Arbeitsfahrzeugen wurden verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden.

Die Feuerwehr Soest war mit zwei Innenstadtzügen am Unfallort und wurde von der Werler Wehr unterstützt. Diese war wegen der Autobahnsperrung in entgegengesetzter Richtung auf die A 44 aufgefahren und konnte so den Unfallort erreichen. Die Werler übernahmen den Verletztentransport.

Staubilder von der A 44 bei Werl-Süd

Fahrer suchen Ausweg - Polizei ließ Staufahrer drehen

Andere vom Stau betroffene Menschen haben am Ostönner Grund wohl einen Ausweg gefunden. 

Ein Augenzeuge berichtete per Facebook, dass ein ungeduldiger Autofahrer mit seinem Kleintransporter versuchte, dem Stau auszuweichen, indem er am Parkplatz Ostönner Grund eine Böschung hinabfuhr, um zu einem Feldweg zu gelangen. Dabei fuhr er sich auf dem Acker fest. 

Der Polizei ist von diesem konkreten Fall nichts bekannt, sie warnt aber eindringlich davor, auf eigene Faust einen Ausweg aus dem Stau zu suchen. 

„Das sorgt nur für mehr Ärger“, sagte Cornelia Weigandt, Sprecherin des Polizeipräsidiums in Dortmund. Die Autofahrer lösten im Zweifelsfall weitere Einsätze aus und brächten sich selbst in Gefahr. 

Gegen 10.45 Uhr startete die die Rückführung des Verkehrs zur letzten Ausfahrt. Aber bei einem langen Stau dauerte das natürlich eine gewisse Zeit. 

Gegen 15 Uhr war die linke Fahrbahn der Autobahn wieder frei. 

Quelle: wa.de

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