Kind mit heißem Wasser verbrüht: Stiefvater vor Gericht

Dortmund - Schwere Vorwürfe gegen einen Mann aus Dortmund: Der 30-Jährige soll seine vierjährige Stieftochter mit fast 60 Grad heißem Wasser verbrüht haben. Angeblicher Hintergrund: Die Kleine hatte in die Hose gemacht. Zu Prozessbeginn schweigt der Angeklagte.

Um seine Stieftochter zu bestrafen, soll ein 30-jähriger Mann aus Dortmund das Kind mit fast 60 Grad heißem Badewasser verbrüht haben. Seit Dienstag beschäftigt der Fall das Dortmunder Landgericht. Laut Staatsanwaltschaft hatte sich das Mädchen an jenem Tag im März in die Hose gemacht und wurde deshalb von dem Angeklagten in das heiße Wasser getaucht. Dabei erlitt die Vierjährige schwere Verbrennungen an Oberkörper und Unterleib. Insgesamt sollen mehr als 20 Prozent ihrer Haut verbrannt sein.

Die Mutter hatte das Mädchen am Tattag mit ihrem Lebensgefährten allein gelassen, weil sie einen wichtigen Termin in Düsseldorf wahrnehmen wollte. Als sie abends nach Hause kam, sei ihr sofort aufgefallen, dass mit der Vierjährigen etwas nicht stimmte. Auf Nachfrage habe ihre Tochter ihr schließlich bestätigt: "Daddy hat mich geschlagen und in die Wanne gesteckt." Der Angeklagte schweigt vor Gericht zu den Vorwürfen.

Das Mädchen wird bis heute in einer Rehaklinik behandelt. "Ich mache mir große Sorgen", sagte die Mutter am Dienstag als Zeugin aus. Über den Angeklagten sagte sie: "Er war mal mein Freund." Sie gab allerdings auch zu, den 30-Jährigen schon zweimal in der Untersuchungshaft besucht zu haben. - dpa

Quelle: wa.de

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