Mehr als 30 Grad im Schatten - NRW genießt den Spätsommer

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Düsseldorf - Das ist doch kein Herbst! Bis zu 34 Grad erwarten Meteorologen in den nächsten Tagen in Nordrhein-Westfalen. Freibäder verlängern die Saison.

Der Sommer geht in die Verlängerung, viele Freibäder auch - und an den Eisdielen muss man plötzlich wieder Schlange stehen: In NRW gibt es im Spätsommer noch einmal Temperaturen über 30 Grad. 

Es sei ein "historischer Witterungsabschnitt", sagte Thomas Kesseler-Lauterkorn vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen. In den nächsten Tagen könnten noch Höchstwerte von 31 bis 34 Grad erreicht werden. Die Freibäder freut es: Die Düsseldorfer Bädergesellschaft hat die Saison noch einmal bis zum 15. September verlängert, in einigen anderen Städten wie Bonn und Aachen bleiben die Bäder noch länger geöffnet. Weil der Boden nach einem Monat Hitze und Trockenheit zu hart ist, haben die Bauern die Rübenernte im Raum Euskirchen um eine Woche verschoben, teilte der Rheinische Landwirtschafts-Verband mit. 

In anderen Regionen von NRW beginnt wegen der schwierigen Bodenbedingungen die Rübenernte schleppend. Allerdings könnten sich die Bauern auf eine hohe Zuckerausbeute der Rüben angesichts der vielen Sonnenstunden in den vergangenen Wochen freuen. Was die einen freut, ist für die anderen nicht ganz ungefährlich: Vor allem älteren und kranken Menschen macht die Hitze zu schaffen. 

Die Uniklinik in Düsseldorf vermeldete eine leicht erhöhte Anzahl vor allem von älteren Patienten, die über Hitze- und Kreislaufbeschwerden klagen. Um die Tiere in den Zoos müsse man sich keine Sorgen machen. Die Gelsenkirchener Zoo-Tierärztin Pia Krawinkel sagte, alle Tiere seien gut an die Temperaturen in Deutschland von minus 10 bis plus 35 Grad gewöhnt. Die Tiere wüssten sich zu helfen: Eisbären erfrischen sich im Wasser, Schweine wälzen sich im Schlamm und andere Tiere verkriechen sich in ihren Höhlen. 

Für Mücken bietet die Witterung übrigens ideale Bedingungen. Vor allem in den Rheinauen könne es massenhaft vor Mücken wimmeln, sagte Birgit König, Sprecherin des Naturschutzbundes Nordrhein-Westfalen. Wespen hingegen seien kaum zu finden. "Die hatten eh einen schlechten Sommer und befinden sich nun in der Absterbephase."

dpa/lnw

Quelle: wa.de

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