Steilmann-Insolvenzverwalter hofft auf Investor

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[Update: 11.11 Uhr] Bergkamen - Nach der Insolvenz des Modeherstellers Steilmann haben nun auch mehrere Konzerntöchter des Unternehmens Zahlungsunfähigkeit angemeldet.

Die Apanage Fashion Group GmbH sowie die Klaus Steilmann GmbH & Co. Kommanditgesellschaft samt Verwaltungsgesellschaft, jeweils 100-prozentige Tochterunternehmen der Steilmann SE, werden Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit bei dem jeweils zuständigen Amtsgericht stellen. Ebenso werden die jeweiligen deutschen Tochtergesellschaften der Apanage Fashion Group und der Klaus Steilmann GmbH & Co. Insolvenzantrag stellen. Das teilte Frank Elsner, Pressesprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters, mit.

Insolvenzverwalter verhandelt mit Investor

Der vorläufige Insolvenzverwalter der Steilmann SE, Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus, und der Vorstand der Gesellschaft befinden sich in Verhandlungen mit einem Finanzinvestor über eine Brückenfinanzierung. Diese würde ermöglichen, die operativen Geschäfte der Konzerngesellschaften bis auf Weiteres fortzuführen. Die Notwendigkeit, die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaften zu beantragen, werden durch eine etwaige Brückenfinanzierung nicht berührt. Dr. Frank Kebekus, vorläufiger Insolvenzverwalter: „Die Brückenfinanzierung durch den Finanzinvestor würde uns erlauben, bei weiter laufendem Geschäftsbetrieb der insolventen Konzerngesellschaften Zukunftsoptionen für Steilmann auszuloten. Wir rechnen mit einem sehr zeitnahen Ergebnis der Verhandlungen.“

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Steilmann hatte Ende Februar nur knapp fünf Monate nach dem Börsengang Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Dortmund angemeldet. Zuvor waren Sanierungsverhandlungen erfolglos geblieben. Wegen schlechter Verkaufszahlen infolge des ungewöhnlich warmen Winters war das traditionsreiche Bekleidungsunternehmen Ende vergangenen Jahres in Schwierigkeiten geraten. 

Quelle: wa.de

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