Zweifel an der Schuldfähigkeit

Mutmaßlich Mutter getötet: Mann aus Münster (57) in Psychiatrie

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Münster - Ein 57-jähriger Mann aus Münster steht im Verdacht, seine Mutter (88) in der gemeinsamen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Münster-Mauritz getötet haben. Das haben Staatsanwaltschaft und Polizei Münster am Mittwochmorgen mitgeteilt. Das Amtsgericht Münster habe bereits am 27. April einen Unterbringungsbefehl wegen Totschlags erlassen und die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Laut der Pressemitteilung entdeckten Zeugen Mitte April die Frau mit Kopfverletzungen in ihrer Wohnung, die sie mit ihrem Sohn bewohnte. "Nach ersten Erkenntnissen war die 88-Jährige bereits seit mehreren Tagen tot. Die Obduktion im Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklinik Münster ergab, dass stumpfe Gewalt gegen den Kopf todesursächlich war", so die Ermittler.

Beim Polizeipräsidium Münster wurde eine Mordkommission eingerichtet. "Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich ein Tatverdacht gegen den 57-jährigen Sohn der 88-Jährigen", heißt es weiter.

"Es bestehen derzeit Zweifel an der Schuldfähigkeit des Beschuldigten", erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. "Auf Antrag der Ermittlungsbehörden hat das Amtsgericht Münster am 27. April einen Unterbringungsbefehl wegen Totschlags erlassen und die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet." - eB

Quelle: wa.de

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