Mutmaßliche Bombenleger von Essen sind IS-Sympathisanten

+
Ein Polizist läuft am 16.04.2016 in Essen an einem Gebetshaus von Sikhs. Bei einer Explosion in dem Gebetshaus in Essen sind drei Menschen verletzt worden, davon einer schwer. 

Düsseldorf - Die beiden mutmaßlichen Bombenleger von Essen haben mit der Terrormiliz Islamischer Staat sympathisiert. Das hat das NRW-Innenministerium dem Landtag mitgeteilt.

Einer der beiden 16-Jährigen sei zudem schon seit November 2014 im Präventionsprogramm "Wegweiser" des Landes gewesen. Es richtet sich an gewaltbereite Salafisten. Der Schüler aus Gelsenkirchen habe sich sehr aggressiv verhalten und einer jüdischen Mitschülerin damit gedroht, ihr "das Genick zu brechen", sagte ein Ministeriumssprecher. 

Daraufhin habe die Schulleitung die Behörden eingeschaltet und der Schüler sei in das Programm aufgenommen worden. Gegen einen islamistischen Bekannten der beiden aus Wesel sei ein Ausreise-Verbot erlassen worden. Die Behörden hätten Hinweise gehabt, dass er sich nach Syrien absetzen wollte. 

Die Jugendlichen aus Essen und Gelsenkirchen sollen vor eineinhalb Wochen einen Bombenanschlag auf ein Sikh-Gebetshaus in Essen verübt haben. Dabei waren drei Menschen verletzt worden. Die beiden 16-Jährigen hätten klare Bezüge zur islamistischen Terrorszene, hatte Essens Polizeipräsident Frank Richter gesagt und die Tat als Terrorakt bezeichnet. - dpa

Quelle: wa.de

Kommentare