Mutter hilft Sohn beim Drogenhandel - Richter: "Hammermäßig"

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Symbolbild

Bonn - Eine 50 Jahre alte Frau ist vom Bonner Landgericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil sie ihrem Sohn beim Handel mit Drogen geholfen hat. Der 25 Jahre alte Sohn bekam am Freitag fünf Jahre und zehn Monate.

"Um den Zugang zu ihrem Sohn nicht zu verlieren, hat sie Sachen gemacht, die unfassbar sind", sagte der Vorsitzende Richter. Ihr Verhalten sei "ziemlich hammermäßig". Unter anderem hatte die Erzieherin für ihren Sohn bei einer Drogendealerin in Holland vier Kilogramm Marihuana bestellt und die Kurierfahrt organisiert. 

Auch hatte sie dem Sohn Drogennachschub an seinen Dealer-Posten auf einem Supermarkt-Parkplatz gebracht. "Ich habe mich hinreißen lassen", sagte sie im Prozess. "Ich wollte meinem Sohn helfen. In den letzten Wochen kam er durch die Drogen, die er auch konsumiert hat, immer mehr unter Druck." 

Das Gericht setzte die Strafe von einem Jahr und zehn Monaten auch deshalb zur Bewährung aus, weil es vorerst keine Wiederholungsgefahr sieht: "Solange Ihr Sohn im Gefängnis ist, werden Sie sicher nicht straffällig", sagte der Richter. - dpa

Quelle: wa.de

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