Brandstiftung in Altenaer Flüchtlingsheim: Zwei Verdächtige festgenommen

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Die Flüchtlingsunterkunft in Altena.

Altena - Am 3. Oktober brannte es in einem Flüchtlingsheim in Altena. Am Freitagmittag teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit, dass ein 23-jähriger und ein 25-jähriger Altenaer für den Brand in der Flüchtlingsunterkunft verantwortlich sind.

Die beiden Täter, die am Samstag, 3. Oktober, in der Flüchtlingsunterkunft an der Brandstraße mit Hilfe von Brandbeschleunigern auf dem Dachboden ein Feuer gelegt haben, kommen aus dem Umfeld des Tatorts. Es handelt sich um einen 23-jährigen und einen 25-jährigen Altenaer.

Der 25-Jährige mache eine Ausbildung zum Feuerwehrmann bei der hauptamtlichen Feuerwehr in Lüdenscheid. Er wurde am Freitagmittag nach Bekanntwerden der Vorwürfe direkt suspendiert.

Hinweis aus der Bevölkerung

Der entscheidende Hinweis bei den Ermittlungen kam aus der Bevölkerung. Die beiden Beschuldigten waren am Donnerstag vorläufig festgenommen und umfangreich zur Tat vernommen worden. Während ein junger Mann die Tat zugab, wurde für den zweiten letztendlich der Ermittlungsdruck zu groß. Inzwischen zeigten sich beide geständig.

Feuerwehr-Azubi legte den Brand

Nach dem aktuellen Ermittlungsergebnis ist der 25-jährige Feuerwehr-Azubi die Person, die den Brand im Dachstuhl gelegt hat. Der zweite Täter habe nach eigenem Bekunden während der Brandstiftung "Schmiere" gestanden. Er hatte zuvor an einer Tankstelle mit einem Kanister das Benzin (Tatmittel) gekauft. Dabei war er gefilmt worden.

NRW-Grünen warnen vor zündelnder Rhetorik

Am Nachmittag äußerten sich die Vorsitzenden der NRW-Grünen, Mona Neubaur und Sven Lehmann, zum Brandanschlag in Altena: "Wir verurteilen den kriminellen Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Altena. Die Brandstiftung zeigt: Das ständige Gerede von einer kippenden Stimmung kann gefährliche Folgen haben", heißt es in ihrer Stellungnahme. Und weiter: "Wir fordern alle politisch Verantwortlichen auf, jegliches Zündeln in ihrer Rhetorik zu unterlassen."

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Quelle: wa.de

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