Kinder nicht mehr in Lebensgefahr

Mutter muss nach Krefelder Familiendrama in Psychiatrie

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Nach dem Familiendrama in Krefeld wird geprüft, ob eine verdächtige Mutter in Untersuchungshaft kommt oder ob sie von einem Psychiater untersucht wird.

[Update, 13.15 Uhr] Krefeld - Nach dem Familiendrama in Krefeld ist die dringend verdächtige Mutter in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Die 33-Jährige soll ihre drei kleinen Kinder in der Nacht zum Montag aus einem Fenster im zweiten Stock eines Hauses geworfen haben.

Ein Richter ordnete am Dienstag die Unterbringung an. Nach den Hinweisen eines Psychiaters gebe es Zweifel an ihrer Schuldfähigkeit, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Frau schweige weiterhin zu den Vorwürfen.

Der Zustand ihrer Kinder hat sich inzwischen verbessert: Sie schwebten einen Tag nach der Tat nicht mehr in Lebensgefahr. "Ihr Gesundheitszustand ist stabil", sagte eine Polizeisprecherin. Die Kinder im Alter von drei, fünf und sechs Jahren waren aus sieben bis acht Metern Höhe auf Asphalt gestürzt. Anschließend soll ihre 33-jährige Mutter versucht haben, sich umzubringen.

Ein Radfahrer hatte die schwer verletzten Kinder vor dem Haus entdeckt. Die getrennt von ihrem Mann lebende Frau war nach Angaben der Staatsanwaltschaft alleine in der Wohnung. Der "Bild"-Zeitung zufolge war die alleinerziehende Mutter vor drei Monaten arbeitslos geworden. Die Ermittler bestätigten dies zunächst nicht.

Psychologen hatten hinter der Tat eine schwere Depression vermutet. In ihrer Lebenskrise könne die Frau zum Schluss gekommen sein, sich und ihren Kindern ein Weiterleben in der scheinbar unerträglichen Wirklichkeit zu ersparen und deswegen einen sogenannten "erweiterten Suizid" zu begehen. Derartige Formen der Depression gelten als gut heilbar. - dpa

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Quelle: wa.de

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