Nach Raubversuch und Übergriff auf 16-Jährige in Unna

Akte geschlossen: Identifizierter Mann aus Werne ist tot  

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Werne/Werl - Die Öffentlichkeitsfahndung der Kreispolizeibehörde Unna nach einem Unbekannten, der am 18. Mai 2016 ein Mädchen (16) nach einem Raubversuch aus einem Linienbus getragen hatte, schlug in den letzten Tagen hohe Wellen. Kein Wunder: Die Serie der Fahndungsfotos aus der Überwachugskamera des Busses waren spektakulär. Inzwischen ist der Täter eindeutig identifiziert worden, wie die Polizei mitteilte. Tragisch: Der Mann aus Werne ist mittlerweile tot.

Die Kreispolizeibehörde Unna hat die besagte Öffentlichkeitsfahndung am Freitagvormittag offiziell zurückgezogen. Deshalb hat auch unsere Online-Redaktion die am Mittwochmittag von Ermittlerseite veröffentlichten Fotos umgehend aus dem ursprünglichen Artikel entfernt.

Auf entsprechende konkrete Nachfrage bestätigte die Pressestelle der Polizei Unna, dass sich der identifizierte Mann aus Werne im Zeitraum zwischen der Tat in Unna und der veröffentlichten Fahndung selbst das Leben genommen hat. 

Lesen Sie hier unsere Erstberichterstattung

Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Suizid des Werners und der polizeilichen Maßnahme schloss die Polizei allerdings deutlich aus, ohne näher konkretisieren zu wollen, wann bzw. unter welchen Umständen der seit aktuell Gesuchte aus dem Leben geschieden war.

Das Amtsgericht Dortmund hatte die Veröffentlichung der Fahndungsfotos beschlossen. Hintergrund war ein versuchter Raub in einem Bus an der Haltestelle Hemmerder Bahnhof in Unna. Es bestand die konkrete Vermutung, dass der Mann mit einem Zug in Richtung Werl gefahren sein könnte.

Hinweis unserer Online-Redaktion: 

Wir berichten in der Regel nicht über Selbstmorde - es sei denn, dass diese - wie in diesem konkreten Fall - durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit erfahren. Der Grund für unsere bewusste Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach der Berichterstattung über Suizide. 

Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

Quelle: wa.de

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