Neue Endstation: ICE-Züge aus NRW nur noch bis Hauptbahnhof Berlin

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ICE-Züge aus NRW halten nicht mehr oberirdisch am Berliner Hauptbahnhof, sondern enden im Untergeschoss.

Hamm/Berlin - Die Deutsche Bahn lässt Fernzüge aus Nordrhein-Westfalen nicht mehr zum Berliner Ostbahnhof fahren. Die ICE-Linie Köln-Hamm-Berlin endet künftig im Untergeschoss des Berliner Hauptbahnhofs. Die Bahn machte betriebliche Gründe und Kundenwünsche für die Änderung geltend.

Bisher fuhren die ICE-Züge aus NRW nach einem Halt in Spandau auf die so genannte Stadtbahn, eine 133 Jahre alte Viadukt-Strecke, die sich in Ost-West-Richtung durch Berlin zieht. Nach einem Halt an den oberirdischen Bahnsteigen des Hauptbahnhof rollten die ICE weiter zum Ostbahnhof im Bezirk Friedrichshain. Dort werden die Züge in einem nahen Betriebswerk auch gewartet.

Auf der Stadtbahn ist es allerdings eng geworden, wie ein Bahnsprecher sagt. Die Ost-West-Strecke wird inzwischen vollständig vom Regionalverkehr beansprucht. Die Bahn hatte bereits im Sommer Gedankenspiele bestätigt, die ICE ins Untergeschoss des Hauptbahnhofs zu verlegen. Diese Regelung wird nun zum Fahrplanwechsel im Dezember umgesetzt.

Für Kunden habe dies viele Vor- und nur wenige Nachteile, sagte der Sprecher. Am unterirdischen Bahnsteig des Hauptbahnhofs könnten die Züge länger stehen als im oberirdischen Bereich. Viele Fahrgäste schätzten dies, weil so mehr Zeit zum Ein- und Ausstieg bestehe. Es habe Kunden gegeben, die wegen des bequemeren Einsteigens extra zum Ostbahnhof gefahren seien. Ansonsten sei der Kundenzuspruch dort nie so groß wie beim Hauptbahnhof gewesen.

Pläne, die ICE-Züge vom Hauptbahnhof weiter zum Bahnhof Südkreuz im Bezirk Schöneberg zu führen, verfolge die Bahn nicht weiter, so der Sprecher. Diese Station werde von Nordrhein-Westfalen aus nur von einzelnen IC-Zügen angesteuert.

Quelle: wa.de

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