Neuer Gesundheitsbericht: So krank ist NRW!

Düsseldorf - Weniger Raucher, mehr psychische Erkrankungen, höhere Lebenserwartung: So lassen sich die Ergebnisse des neuen Gesundheitsberichts für NRW zusammenfassen. Dabei wird deutlich, dass auch soziale Faktoren die Gesundheit beeinflussen.

Menschen mit chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettleibigkeit sehen ihre Erkrankung oft als Schicksal an und tun deshalb zu wenig für ihre Gesundheit. Dies führe dazu, dass nicht alle Chancen für eine gesündere Lebensweise genutzt würden, stellt der neue Landesgesundheitsbericht des Landeszentrums für Gesundheit in Bochum für Nordrhein-Westfalen fest.

Mit Blick auf Volkskrankheiten wie etwa Bluthochdruck schreiben die Fachleute: "Ein Großteil der Bevölkerung geht davon aus, dass Ärzte im Krankheitsfall nicht nur für Linderung, sondern für Heilung sorgen können." Das Gesundheitswesen sei noch überwiegend "reparaturorientiert". Den Bericht hat NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) dem Landtag übergeben.

Gesundheitsförderung sei ein wichtiges Thema, erklärte dazu die Ärztekammer Nordrhein. Sie bietet Schulungen für Ärzte zum Thema motivierende Gespräche an. Gerade bei chronischen Erkrankungen spiele das Verhältnis zwischen Arzt und Patient eine wichtige Rolle.

Die Experten des Landeszentrums weisen auch auf Zusammenhänge zwischen Gesundheit und sozialen Faktoren wie Langzeitarbeitslosigkeit und Armut hin. "In Kernstädten des Ruhrgebiets ist verglichen mit Münster, Bonn oder Paderborn die Lebenserwartung von Frauen und Männern mehrere Jahre kürzer", sagte die Gesundheitswissenschaftlerin Brigitte Borrmann, eine der Autorinnen. Generell steige die Lebenserwartung von Männern und Frauen in allen Regionen Nordrhein-Westfalens. - dpa

Quelle: wa.de

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