Neun Streifenwagen in Fröndenberg-Warmen im Einsatz

"Après-Ski-Party" eskaliert in Gewalt - auch gegen Polizisten

+

Fröndenberg - Während im Hönnetal in der Balver Höhle eine sogenannte "Après-Ski-Party" friedlich über die Bühne ging, musste die Polizei eine solche Veranstaltung rund 25 Kilometer entfernt in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Fröndenberg-Warmen vorzeitig beenden. Nach etlichen Einsätzen war der Ofen in den frühen Morgenstunden aus. Neun Streifenwagen waren wegen andauernder Schlägereien im Einsatz, auch die Beamten selbst wurden zur Zielscheibe von jungen Randalierern.

Wie die Kreispolizeibehörde Unna am späten Sonntagnachmittag mitteilte, gab es ab 22 Uhr immer wieder Einsätze an der Schützenhalle Ruhrtal in Fröndenberg-Warmen. "Während es bei den ersten Polizeieinsätzen darum ging, dass Sicherheitspersonal illegale Betäubungsmittel bei Besuchern gefunden hatte, wurde die Polizei gegen 1.30 Uhr zu einer Körperverletzung gerufen", heißt es von den Ermittlern.

Drei derzeit noch unbekannte Schläger hätten nach Angaben von Zeugen auf einen 20-jährigen Mendener eingeschlagen. Als dieser am Boden gelegen habe, hätten sie weiter auf ihn eingetreten, dabei auch mehrfach gegen den Kopf. Der Mendener sei durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht, aber vermutlich nicht schwer verletzt worden.

Pfefferspray gegen Angreifer eingesetzt

"Gegen 3 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei in Unna und im Märkischen Kreis ein. Demnach war es erneut zu Körperverletzungsdelikten gekommen. Aufgrund der Angaben wurden sofort zwei Streifenwagen entsandt. Unmittelbar nach deren Eintreffen riefen die Kollegen weitere Unterstützungskräfte hinzu, da sich vor der Schützenhalle eine größere Schlägerei mit etwa 20 Beteiligten ereignete. Zwei Personen wurden anschließend durch Rettungskräfte in Krankenhäuser gebracht", heißt es weiter.

Insgesamt neun Streifenwagen auch aus dem Märkischen Kreis, Schwerte, Unna und Kamen seien eingesetzt worden, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. "Dies gelang glücklicherweise in kürzester Zeit, ohne dass es nach Kenntnis der Polizei zu gravierenden Verletzungen kam", so die Polizei. 

Polizeibeamte bedrängt, bespuckt, beleidigt

Aus polizeilicher Sicht besonders schwierig war allerdings, "dass es aus der Menschenmenge heraus immer wieder zu Körperverletzungsdelikten, Beleidigungen und Angriffen gegen die Beamten kam. Die Kollegen wurden nach eigenen Angaben wiederholt aus der Menschenmenge bedrängt, bespuckt und beleidigt. Pfefferspray wurde eingesetzt. Auch alle Streifenwagen wurden von den Störern angegangen und bespuckt; Sachschaden entstand nicht."

Die Veranstaltung sei beendet worden. Die erteilten Platzverweise seien nur sehr zögerlich befolgt worden. Ein Störer habe zur Verhinderung weiterer Straftaten und Durchsetzung des Platzverweises in Gewahrsam genommen werden müssen.

Ein Beamter wurde leicht verletzt. Die Polizei fertigte mehrere Strafanzeigen. Die letzten Streifenwagen konnten gegen 4.40 Uhr entlassen werden. Die Ermittlungen dauern an. - eB

Quelle: wa.de

Kommentare