NRW-Innenminister Jäger: Transitzonen müssen "vom Tisch"

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Ralf Jäger

Düsseldorf - Im Streit um die Flüchtlingsregistrierung dringt der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf einen Kompromiss. "Dieser Streit muss beigelegt werden", sagte Jäger am Donnerstagmorgen im Südwestrundfunk (SWR).

Die Bürger erwarteten, dass sich die Politik nicht länger über dieses Thema streite, so Jäger. Er sprach sich erneut gegen die vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) vorgeschlagenen Transitzonen aus. "Das muss auf jeden Fall vom Tisch." Stattdessen sollten die Flüchtlinge in geordneten Verfahren in den Bundesländern registriert werden. Auch ein erster medizinischer Check finde dort statt.

"Möglicherweise verbleiben diejenigen, die keinen Anspruch auf Schutz haben, in diesen Einrichtungen. Die anderen werden weiterverteilt auf andere Bundesländer", sagte Jäger weiter. Kapazitäten würden möglicherweise aber auch an den Grenzen gebraucht, sagte Jäger.

Am Nachmittag (14 Uhr) treffen sich in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer, um über den Umgang mit den hohen Flüchtlingszahlen zu sprechen. Am späten Nachmittag (17.30) kommt Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammen. Dabei geht es ebenfalls um die Asylpolitik, unter anderem um Registrierung und Abschiebungen. - dpa

Quelle: wa.de

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