NRW-Mittelstand beklagt digitale Infrastruktur

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Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen gehört hinter Bayern und Baden-Württemberg zu den mittelstandsfreundlichsten Bundesländern.

Auch wenn es beim schnellen Internet noch hapert und Fachkräfte fehlen, landet das bevölkerungsreichste Bundesland mit einer guten Gesundheitsversorgung, breiten Auswahl an Kooperationspartnern und attraktiven Regionen auf Platz drei im Ländervergleich.

Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungsgesellschaft PwC in einer Studie zum Thema "Mittelstand und Familienunternehmen in NRW - Fit für die Zukunft", die der dpa vorliegt.

Weniger gute Noten in der Befragung von 400 Unternehmen aus allen Regionen des Landes erhielt NRW beim Zugang zu schnellen Breitbandnetzen. So hält mehr als die Hälfte der Befragten das schnelle Internet für verbesserungsfähig. PwC-Standortleiter Jens Pollmann aus Köln sprach von einem "alarmierenden Ergebnis", weil viele Unternehmen bereits in Digitalisierung investiert hätten und das auch weiter tun wollten. Rund 90 Prozent der Unternehmen sähen in der Digitalisierung für sich selbst eine Chance.

Beklagt wurde darüber hinaus auch der Mangel an Fachkräften. So gestalte sich die Suche nach geeigneten Fachkräften für drei von vier Firmen schwierig. In Westfalen sei dieses Problem ausgeprägter als im Ruhrgebiet mit großen Ballungszentren, einer starken Infrastruktur und enger Zusammenarbeit von Unternehmen, Kommunen und Universitäten. Ursache für die prekäre Situation sei unter anderem die mangelnde Qualität der Schulbildung, die knapp die Hälfte der Befragten für verbesserungswürdig hält.

Das Marktforschungsinstitut TSN Emnid hatte im Auftrag von PwC 400 Unternehmen in NRW im Juli und August nach Stärken und Schwächen des Bundeslandes befragt.

Quelle: wa.de

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