Urteil aus Beckum bestätigt

OLG: WhatsApp-Nachricht kann Missbrauch sein

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Hamm/Beckum - Eine Nachricht auf das Handy einer Neunjährigen kann nach einem Urteil sexueller Missbrauch von Kindern sein. Das hat das Oberlandesgericht Hamm am Freitag mitgeteilt. Es ging um einen Fall aus Beckum.

Bewerten mussten die Richter eine Nachricht über WhatsApp. Darin hatte ein 55-jähriger Mann das Mädchen befragt, ob sie mal "zu 4 was machen" könnten. Gemeint waren er, das Mädchen mit ihrem Freund und eine minderjährige Freundin. In dem Dialog hatte der Mann Andeutungen auf eine schöne Nacht gemacht und gefragt, ob es für ihn eine Freundin gebe, die nicht erwachsen sein müsste. Das Amtsgericht hatte den Mann zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung von neun Monaten verurteilt.

Das Gericht weist darauf hin, dass der Straftatbestand bereits erfüllt sei, wenn der Täter zum Beispiel schriftlich auf ein Kind einwirkt, um es zu sexuelle Handlungen zu bewegen.

Mit dem Beschluss bestätigte das OLG ein Urteil des Amtsgerichts Beckum aus der ersten Instanz. - dpa

Aktenzeichen: 4 RVs 144/15 vom 14. Januar 2015

Quelle: wa.de

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