"Pokémon"-Jäger klauen Strom aus Sparkasse für leere Akkus - Strafanzeige

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Witten - Mit Strom aus der Steckdose der nahegelegenen Sparkasse haben "Pokémon"-Spieler in Witten versucht, ihre Jagd nach den kleinen virtuellen Monstern trotz leerer Handyakkus fortzusetzen. Die Polizei erstattete Strafanzeige.

Die vier Jugendlichen nutzten eine Kabeltrommel und die Steckdose im Vorraum der Filiale, rollten das Kabel bis auf den Vorplatz aus und nutzten den Strom nicht nur für die Akkus, sondern auch für's Musikgerät. "Die heile Spielewelt schien perfekt, wären da nicht die Spielverderber der Wittener Polizei gewesen", heißt es launisch in einer Mitteilung der Beamten vom Sonntag. Diese zogen den Stecker und stellten Strafanzeige wegen "Entzugs elektrischer Energie". Beeindruckt war das Quartett weniger: es setzte seine "Pokémon"-Jagd mit aufgeladenen Akkus fort.

Beim Handy-Spiel "Pokémon Go" müssen per App und Handykamera Monsterfiguren an realen Orten gesammelt werden. Spieler haben die Polizei auch in den vergangenen Tagen auf Trab gehalten: Im thüringischen Ilmenau schlugen sich zwei junge "Jäger", weil der eine sein Spiel nicht unterbrechen wollte und an das Auto des anderen urinierte. In Müden/Aller (Niedersachsen) wurde ein betrunkener "Pokémon-Go"-Spieler bei der "Monsterjagd" am Steuer erwischt. Und in Estland ist ein Jugendlicher auf der Jagd nach "Pokémons" aus dem Fenster im zweiten Stock eines Privathauses in der Hauptstadt Tallinn gesprungen. - dpa

Quelle: wa.de

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