Polizei im Hochsauerlandkreis am Freitagmorgen baff

Doppelter "Känguru-Alarm": Tödlicher Unfall und Happy End

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Das ist Känguru "Skippy", dessen Flucht 2015 nach Sichtungen im Sauerland erst in Hessen endete. Am Freitag gab es in Marsberg einen doppelten "Känguru-Alarm". Ein Tier wurde von einem Auto erfasst und tödlich verletzt, das andere ist gesund und munter zurück bei seinem Besitzer.

Marsberg - Was der Polizei im Hochsauerlandkreis am frühen Freitagmorgen gegen 4 Uhr zunächst als "normaler" Wildunfall gemeldet worden war, entpuppte sich als besonders traurige Überraschung: Der Unfallfahrer hatte in Niedermarsberg zwischen Forst Bredelar/Obermarsberger Wald und Unterem Diemeltal ein Känguru erfasst, dass die Kollision nicht überlebte. Damit nicht genug: Drei Stunden später wurde ein weiteres Känguru gesichtet. Die ganze Geschichte:

Weil ihre Kollegen das wartende Tier an der Bushaltestelle nicht fotografiert hatten, griff Polizistin Andrea Hiller kurzerhand zu Bleistift und Papier und zeichnete die wenig alltägliche Szene nach.

Kängurus im Sauerland - sie haben schon bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Im vergangenen Jahr schon wurde ein Exemplar des Beuteltiers entdeckt, von der Öffentlichkeit auf den Namen "Skippy" getauft und schließlich in Hessen nach einer unfreiwilligen Begegnung mit einem Weidezaun eingefangen. 

Zuletzt im Januar und Februar diesen Jahres gab es drei weitere "Begegnungen" mit Kängurus, unter anderem auch in Olsberg. "Skippy II" war geboren - und ist laut Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis defintiv nicht in Niedermarsberg getötet worden.

Vielmehr war das Tier aus einem Stall ausgebüxt. Und zwar zusammen mit einem Artgenossen, der gegen 7 Uhr nur wenige hundert Meter entfernt an der Dornliedstraße in Marsberg entdeckt wurde.

"Skippy II" im Video

Das Känguru sollte an einer Bushaltestelle stehen - und tat genau das beim Eintreffen der Polizei tatsächlich noch. "Gemeinsam mit dem mittlerweile ausfindig gemachten und verständigten Halter konnte das Tier zunächst auf eine nahe gelegene, umzäunte Weide gebracht werden. Dort wurde es mit mehreren Helfern gegen 10.30 Uhr eingefangen", teilte die HSK-Polizei am Freitagvormittag mit.

Blick ins Archiv: Alles zu Kängurus im Sauerland

Ein hinzugerufener Tierarzt habe das Känguru untersucht, das unverletzt gewesen sei und sich wieder wieder wohlbehalten im Stall seines Besitzers befinde, dem auch das beim Unfall getötete Känguru gehört habe.

"Hierbei handelt es sich aber offensichtlich nicht im Skippy II, der immer mal wieder gesichtet wird, aber nach dem bisherigen Kenntnisstand als Einzelgänger unterwegs ist", so die Polizei abschließend.

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Quelle: wa.de

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