Polizei: Besetzung eines Braunkohle-Baggers beendet

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Ein Braunkohle-Bagger im Tagebau Inden bei Düren.

Düren - Besetzer eines RWE-Braunkohlebaggers im rheinischen Tagebau Inden haben am Montag ihre Aktion nach mehr als 48 Stunden beendet.

Das teilten Polizei und RWE Power am Montag mit. Die Aktivisten haben den Bagger demnach verlassen. Sie waren am Samstag gegen 1.00 Uhr morgens bis zur Spitze des Baggers in etwa 70 Metern Höhe geklettert und hatten den Bagger blockiert.

Die Demonstranten hatten den hohen CO2-Ausstoß bei der Braunkohleverbrennung und die Landschaftszerstörung beim Abbau kritisiert. Die Aktivisten verstanden die Aktion auch als solidarischen Protest gegen das G7-Treffen auf Schloss Elmau.

Keine Angaben zum Schaden

RWE hatte nach eigenen Angaben in Absprache mit der Polizei die Besetzung zunächst geduldet. Diese Strategie der "Deeskalation" sei aufgegangen, sagte ein RWE-Sprecher am Montag. Der Konzern werde gegen die Besetzer mit allen juristischen Mitteln vorgehen.

Angaben zum Schaden, der durch den Stillstand entstanden ist, machte der Konzern nicht. Im Rheinischen Braunkohletagebau gibt es immer wieder Protest-Aktionen.

Zuletzt hatten sich Demonstranten im April ans Gleis einer Transportbahn im Tagebau Hambach gekettet. -dpa

Quelle: wa.de

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