Polizist: Reker-Attentäter wollte Bundeskanzlerin töten

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Prozess um Reker-Attentat

Düsseldorf - Der geständige Kölner Reker-Attentäter Frank S. wollte nach Angaben eines Polizisten eigentlich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihrer Flüchtlingspolitik töten. Es sei aber zu schwierig gewesen, an die Regierungschefin heranzukommen, habe S. unmittelbar nach dem Attentat auf die heutige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker gesagt, sagte der Polizist am Freitag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht aus.

Um ein Zeichen gegen die Flüchtlingspolitik zu setzen, habe er sich schließlich dazu entschieden, Reker umzubringen. 

Der Angeklagte sei nach seiner Festnahme sehr ruhig gewesen und habe gesagt, er werde ohnehin den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. Frank S. hatte Reker im vergangenen Oktober im Wahlkampf ein Messer in den Hals gerammt und sie lebensgefährlich verletzt.

Damit wollte er nach eigener Aussage ein Zeichen gegen Rekers Flüchtlingspolitik setzen wollen. Reker war vor der OB-Wahl als Sozialdezernentin für die Unterbringung der Flüchtlinge in Köln zuständig. Ihrem Attentäter droht nun lebenslange Haft wegen versuchten Mordes.

dpa/lnw

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Quelle: wa.de

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