44 Länder in sechs Monaten bereist

21-Jährige hatte "Praktikum ihres Lebens" bei Urlaubsguru.de

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Dortmund - Um die Welt reisen und keinen einzigen Cent bezahlen – Marlena Molitor hatte die Möglichkeit und war als Praktikantin für den Reiseschnäppchenanbieter „Urlaubsguru“ aus Dortmund in der ganzen Welt unterwegs. 44 Länder in sechs Monaten durfte die Reisetesterin erkunden.

„Es war das Praktikum meines Lebens“, sagt die 21-Jährige. „Zum ersten Mal haben wir so ein verrücktes Praktikum konstruiert“, sagt Jens Krömer, Pressesprecher des Dortmunder Unternehmens UNIQ, das „Urlaubsguru.de“ betreibt. 

Mit ihrer kreativen Bewerbung – eine Flaschenpost – stach Marlena aus Eberdingen bei Stuttgart aus mehr als 5000 Bewerbern heraus und bekam die Stelle. „Reiseschnäppchen auf Herz und Nieren testen und einen authentischen Einblick geben“, laut Krömer sind das Maras Aufgaben im Praktikum gewesen. 

Um die Welt reisen, Hotels testen und Tipps weitergeben – in einem eigenen Blog auf der Reisehomepage „Urlaubsguru“ hat die 21-Jährige alles rund um Land, Leute, Aktivitäten und Unterkünfte während ihrer Reise weitergegeben. Alle Kosten für Flüge, Hotels und Aktivitäten wurden von „Urlaubsguru“ beglichen. Sogar ein kleines Einkommen zahlte die Firma.

Im Vorfeld plante Urlaubsguru die verschiedenen Reisen in Absprache mit Marlena, sodass sie zwischendurch immer mal für ein paar Tage nach Hause zurückkehren konnte. „Ihren Geburtstag wollte sie beispielsweise zuhause verbringen“, sagt Krömer. Im November ging es dann los – auf die große Reise in 44 Länder. 

Erster Stopp: Sri Lanka. Dann weiter nach Thailand, Marokko und auf die Kanaren. Nach Dubai und Abu Dhabi landete Mara auf den Malediven. Dort erlebte sie ihr schönstes Erlebnis der ganzen Reise. Beim Schnorcheln traf sie auf eine Meeresschildkröte. 

„Zuerst war ich vorsichtig, aber sie ließ sich von mir nicht aus der Ruhe bringen“, erzählt sie. Also ließ sie sich mit dem Tier durch das Wasser treiben. Drei Stunden vergingen wie im Flug. 

Marlena Molitor bereist als Reisetesterin 44 Länder in sechs Monaten

Besonders im Kopf geblieben, ist ihr auch der Besuch von Machu Picchu in Peru. „Ich bin morgens um vier Uhr aufgestanden und habe direkt den ersten Bus dorthin genommen“, sagt Mara. „Um diese Zeit war ich fast alleine da.“ Die Ruinenstadt hatte sie fast für sich. Städtetrips nach Barcelona, London, Berlin, Kopenhagen und Wien gehörten ebenso zu den Zielen wie die West- und Ostküste der USA. 

Auch einige Herausforderungen hat Mara mit auf den Weg bekommen: Tuk Tuk fahren in Sri Lanka, ein Bungee-Sprung vom Stratosphere Tower in Las Vegas aus 350 Metern Höhe oder ein Helikopterflug über den Grand Canyon – das alles und noch viel mehr durfte die junge Frau auf ihrer Reise erleben. 

Zum Abschluss verbrachte Marlena anderthalb Monate in Südamerika, damit erfüllte sich ein Traum von ihr. Mexiko, Peru, Bolivien und Brasilien waren die Stationen auf dem Kontinent. „Ich werde häufig gefragt, ob ich denn Heimweh hatte. Hatte ich nicht.“, sagt sie ganz klar. 

Hier geht's zu Maras Reisetagebuch

Es habe wenige Momente gegeben, in denen sie sich alleine gefühlt habe. „In den Großstädten in Amerika – da war es mal so.“ Aber nur von kurzer Dauer. Auch bei schwierigen Situationen – von denen es in den sechs Monaten kaum welche gab – bleibt die 21-Jährige gelassen. „In Bolivien brach der Bus, in dem ich saß, zusammen“, erzählt sie. 

Das sei da an der Tagesordnung. Mit anderen vorbeifahrenden Bussen seien sie und ein spanisch sprechender Freund weitergetrampt. „Wir sind dann aber an unserem Ziel, die Salzwüste, angekommen. Etwas verspätet, aber es war kein Problem.“ Eine junge Frau ganz alleine auf Weltreise sehen viele vermutlich eher skeptisch. 

Doch Mara kann es nur empfehlen: „Wenn du die Möglichkeit hast, mach’s einfach!“ Auch die Sprache sieht sie nicht als Hindernis. „Mit Englisch kommt man schon sehr weit. Und sonst sagt ein Lächeln schon häufig mehr als Worte.“

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So verlief das Casting für das Praktikum

Quelle: wa.de

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