Raubmord an Rentner: Bis zu zwölf Jahre Haft gefordert

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Symbolbild

Krefeld - Für den Raubmord an einem 81-jährigen Rentner in Tönisvorst sollen die fünf mutmaßlichen Täter bis zu zwölf Jahre hinter Gitter. Am Krefelder Landgericht beantragte die Staatsanwältin am Montag Jugendstrafen die jungen Angeklagten.

Die Tat sei "absolut skrupellos und brutal" gewesen, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Der 81-Jährige sei mit Fausthieben, Tritten und einem Elektroschocker umgebracht worden. Der fünfte Angeklagte, der zur Tatzeit bereits 21 Jahre alt war und vor dem Haus des Rentners gewartet habe, soll wegen Raubes mit Todesfolge für zwölf Jahre hinter Gitter. Die vier jungen Männer und eine Frau aus Straelen, Weeze und Bergheim sollen den alten Mann am 1. Oktober 2014 in seinem Haus überfallen haben. Er sollte verraten, wo er seinen Tresorschlüssel versteckt hält. Statt der erwarteten 80 000 Euro sei im Tresor aber gar kein Geld gewesen. Einer der Verteidiger forderte die Freilassung seines Mandanten. Nach 13 Monaten Untersuchungshaft könne der Rest der Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden. Ihm sei nur ein Raub vorzuwerfen. Der Tod des Rentners gehe auf den Gewaltexzess eines anderen Angeklagten zurück. Ein DNA-Fund am Tatort hatte die Ermittler auf die Spur der Angeklagten gebracht. Einer von ihnen war bereits als Einbrecher aufgefallen und seine DNA registriert. Knapp vier Monate nach der Tat hatten 200 Polizisten zugeschlagen. Die Ermittler hatten abgewartet, bis zwei der Verdächtigen, die sich ins Ausland abgesetzt hatten, zurückgekehrt waren. Dann schlugen sie vor einem Jahr zeitgleich zu und holten die Verdächtigen frühmorgens aus den Betten.

Quelle: wa.de

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