"Reichsbürgerin" fährt betrunken und widersetzt sich der Polizei

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Münster - Polizisten stoppten am Donnerstagabend das Auto einer betrunkenen "Reichsbürgerin". Die Frau widersetzte sich mit Hinweis auf die angeblich fehlende Rechtsgrundlage der Maßnahme. 

Am Donnerstagabend  stoppten Polizisten einen Mazda, der mit Standlicht und eingeschalteten Nebelscheinwerfern auf dem Cheruskering in Richtung Friesenring fuhr. Wie die Polizei berichtet, bemerkte ein Beamter er den deutlichen Alkoholgeruch, der aus dem Fahrzeug strömte. Die Aufforderung, den PKW zu verlassen und sich auszuweisen, lehnte die 43 jährige Fahrerin mit dem Hinweis auf ihre "Reichsbürgereigenschaft" ab.

Der Beamte konnte die Frau aus dem Kreis Steinfurt noch überzeugen, aus ihrem Fahrzeug auszusteigen. Ihren Führerschein wollte sie ebenso wenig vorzeigen wie die Beamten zur fälligen Blutprobe auf die Wache begleiten. Stets wies sie darauf hin, dass sie sich nicht im "Rechtskreis" des Beamten befinde.

Der notwendigen Festnahme und Blutprobe widersetzte sich die offenkundig alkoholisierte Frau mit dem Hinweis auf ihren angeblichen besonderen Rechtsstatus. Sie schlug um sich, versuchte sich loszureißen und die Polizisten zu beißen.

Auch der 17 jährige Sohn und Mitfahrer der Fahrerin verweigerte wegen angeblich fehlender Rechtsgrundlage die Angabe seiner Personalien und widersetzte sich der Personalienfeststellung.

Nach erfolgter Blutprobe konnte die Fahrerin zusammen mit ihrem Sohn die Wache verlassen. Die Polizisten leiteten zwei Strafverfahren unter anderem wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein.

Quelle: wa.de

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