Gestört von Musik und Gesang - Reisende in Eurobahn mit Pistole bedroht

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Mit dieser Soft-Air-Pistole bedrohte der Mann die Gruppe junger Leute im Zug.

Dortmund/Oberhausen/Herne - Mit einer Pistole bedrohte ein 28-jähriger Mann aus Oberhausen am Sonntagabend gegen 22 Uhr eine Gruppe von Reisenden in der Eurobahn, die sich auf der Fahrt von Düsseldorf nach Dortmund befand.

Beamte der Bundespolizei überwältigten den mit gezogener Waffe im Zug stehenden Mann nach Halt des Zuges in Dortmund. Reisende kamen nach Angaben der Bundespolizei nicht zu Schaden.

Offenbar gestört von einer Gruppe junger Männer und Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren, die im Zug Musik hörten und dazu sangen, torkelte ein 28-jähriger Mann auf die Gruppe zu. Als er nach Zeugenaussagen aufgefordert wurde, etwas aufzupassen, drohte die Situation zu eskalieren.

Der offensichtlich betrunkene Mann zog eine Pistole aus dem Hosenbund und lud die Waffe durch. Danach setzte er sich etwas abseits in eine Sitzgruppe. Kurz darauf, der Zug befand sich im Bereich Herne, sprang er erneut auf und bedrohte diesmal die Personengruppe direkt mit der gezogenen Waffe. Hierbei sollen Drohungen, mit den Worten: "Man sieht sich immer zweimal, dann knall ich euch ab", gefallen sein.

Verständigte Einsatzkräfte der Bundespolizei begaben sich zum Bahnsteig 21 im Dortmunder Hauptbahnhof. Als der Zug ankam, stand die Person noch mit der gezogenen Pistole im vorderen Zugteil. Erst nach mehrmaliger Aufforderung, die Waffe fallen zu lassen, konnte der Oberhausener durch Bundespolizisten überwältigt und festgenommen werden.

Hierbei leistete er Widerstand. Bei der verwendeten Pistole handelte es sich glücklicherweise nicht um eine echte Waffe, sondern um eine erwerbsscheinpflichtige geladene Softair-Repetier Faustfeuerwaffe.

Gegen den bereits wegen zahlreicher Gewalt-, Btm- und Eigentumsdelikte polizeibekannten Oberhausener wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Ein Atemalkoholtest ergab einen Promillewert von 1,44.

Der 28-Jährige verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam. Über eine weitere Freiheitsentziehung entscheidet am Montag der Haftrichter.

Quelle: wa.de

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