Reker-Attentäter gesteht im Prozess: "War in rechter Szene"

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Der Angeklagte Frank S. kommt in Düsseldorf in den Verhandlungssaal und hält sich einen Aktendeckel vor das Gesicht.

Düsseldorf - Der mutmaßliche Attentäter von Köln hat gestanden, der rechten Szene in Bonn angehört zu haben. Unter anderem wegen "Schlägereien mit der Antifa" und "politischer Sachen" sei er mehrfach verurteilt worden und habe zwischen 1997 und 2000 gut drei Jahre im Gefängnis gesessen.

Aus der Zeit stamme auch seine Tätowierung "Berserker Bonn", sagte der 44-Jährige beim Prozessauftakt aus. Das sei eine Art "Bürgerwehr" gewesen. Mitglied der inzwischen verbotenen rechtsextremen FAP sei er nie gewesen, habe aber Kontakt zu FAP-Mitgliedern gehabt. 

Die Partei sei ihm zu rückwärtsgewandt gewesen. Er habe aber an zwei Gedenkmärschen für den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß teilgenommen. Dabei handelt es sich um Aufmärsche von Neonazis. 

Das Attentat auf Henriette Reker einen Tag vor ihrer Wahl zur Kölner Oberbürgermeisterin wird seit Freitag vor Gericht aufgerollt. Der 44-jährige mutmaßliche Attentäter ist wegen versuchten Mordes angeklagt. Damit droht ihm lebenslange Haft. Der Prozess findet im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf statt. - dpa

Quelle: wa.de

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