Revision: Tod eines Geschwisterpaares an Heiligabend

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Bielefeld - Neuanfang im Prozess um einen Doppelmord an Heiligabend: Die Frage nach der Schuld eines 30-jährigen Angeklagten am Tod eines älteren Geschwisterpaares vor fast zwei Jahren wird seit Freitag neu verhandelt.

Das Landgericht Bielefeld hatte den Mann im Februar des zweifachen Totschlags für schuldig gesprochen und zu 14 Jahren Haft verurteilt. Doch im Oktober hob der Bundesgerichtshof das Urteil gegen den 30-Jährigen auf. Die obersten Strafrichter bemängelten, dass entlastende Hinweise bei der Urteilsfindung zu wenig zur Sprache gekommen waren. 

Nun wird der langwierige Indizienprozess in Bielefeld vor einer anderen Strafkammer neu aufgerollt. Auch im Revisionsprozess legt die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten zur Last, ein mit ihm befreundetes, älteres Geschwisterpaar getötet zu haben. Die 74-Jährige Ärztin und ihr drei Jahre älterer Bruder waren am Tag vor Weihnachten 2013 an je elf Messerstichen verblutet. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe stets abgestritten. Die Richter hatten ihr erstes Urteil vor allem auf DNA-Spuren gestützt, das Motiv blieb unklar.

Quelle: wa.de

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