Sattelschlepperbande betrog in Millionenhöhe - Knapp vier Jahre Haft

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Symbolbild.

Bonn - Wegen Millionenbetrugs mit geleasten Sattelschleppern und anderen schweren Bau-Maschinen hat das Bonner Landgericht am Montag einen Geschäftsmann zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Insgesamt wurden ihm 16 Fälle wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs vorgeworfen. Der geständige Angeklagte (35) hatte für die bundesweiten Betrügereien eigens zwei Kurierdienst-Firmen in Bonn gegründet. Seine Bonität nutzte er dazu, um bei Baugerätefirmen oder Autohäusern LKW und auch Limousinen zu leihen oder zu leasen.

550 000 Euro Schaden nicht ersetzt

Tatsächlich kamen die Lastwagen und Autos nie zurück, sie wurden offenbar über die Grenzen gebracht und im Ausland weit unter Preis verkauft. Der Schaden sei exorbitant, heißt es in der Urteilsbegründung. Die Versicherungen hätten mindestens 550 000 Euro nicht ersetzt. Fünf Bandenmitglieder waren bereits vom Landgericht Bielefeld im Jahr 2013 zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Der Bonner Geschäftsmann hatte sich, bevor der Fall im Herbst 2012 aufflog, rechtzeitig ins Ausland abgesetzt.

Seine Familie lebte aber weiterhin in Bonn. Als er zwei Jahre später wieder nach Deutschland einreisen wollte, wurde der Mann am Flughafen Düsseldorf festgenommen. Seit dem März 2015 saß er in Untersuchungshaft. - dpa

Quelle: wa.de

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