Tanklaster hatte 28.000 Liter flüssiges Tierfett geladen

Nach Lkw-Unfall wieder freie Fahrt auf der Sauerlandlinie

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Auf der A45 bildete sich ein mehr als zehn Kilometer langer Stau.

[Update 19.45 Uhr] Lüdenscheid - Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Sauerlandlinie wurde am Morgen ein Lastwagenfahrer schwer verletzt. Die A45 wurde in Fahrtrichtung Dortmund für etliche Stunden gesperrt. Inzwischen rollt der Verkehr wieder.

Die Reinigungsarbeiten auf der A45 laufen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei stand wenige hundert Meter vor der Anschlussstelle Hagen Süd ein brennender Pkw auf der Fahrbahn. Um 2.29 Uhr in der Nacht zum Samstag war deswegen die Lüdenscheider Feuerwehr alarmiert worden. 

Noch bevor die Einsatzkräfte am Brandort eintrafen, kam es in dem Stau, der sich gebildet hatte, zu dem folgenschweren Unfall, der die Alarmierung weiterer Rettungskräfte zur Folge hatte. Der Fahrer eines mit 28.000 Litern flüssigen, heißen Tierfetts beladenen Tanklasters konnte noch rechtzeitig anhalten. Ein weiterer Lastwagenfahrer raste jedoch in das Stauende.

Dabei wurde der Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Er wurde nach notärztlicher Erstversorgung schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. 

Bei dem Zusammenstoß wurde der Tanklaster stark beschädigt und schlug Leck. Die stinkende Flüssigkeit lief an mehreren Stellen auf der Autobahn aus und sorgte für eine erhebliche Verunreinigung der Straße und der seitlichen Grünflächen. 

Für die Bergung und Versorgung des Schwerverletzten, die Bekämpfung des Pkw-Brandes und um zu verhindern, dass sich das Tierfett weiter ausbreitet, waren von der Lüdenscheider Feuerwehr letztlich Kräfte der Hauptwache sowie der Löschzüge Stadtmitte, Oberrahmede und Homert bis 7.30 Uhr im Einsatz. 

Rettungsdienste aus Lüdenscheid und Hagen, Autobahnpolizei und Untere Wasserbehörde waren ebenfalls vor Ort. Weitere Feuerwehrleute der Löschzüge Stadtmitte und Brügge hielten sich derweil für eventuelle Einsätze im Stadtgebiet in Bereitschaft, so dass die gesamte Lüdenscheider Feuerwehr im Einsatz war. 

Beklagt wurde von den Einsatzkräften, dass die Autofahrer keine Rettungsgassen gebildet hatten, so dass sich die Anfahrt zur Unfall- und zur Brandstelle deutlich verzögert habe, teilt die Feuerwehr mit. 

Eine Spezialreinigungsfirma musste mit der endgültigen Reinigung beauftragt werden. Dafür blieb die Autobahn in Fahrtrichtung Dortmund bis zum Samstagnachmittag komplett gesperrt. Diese Sperrung wirkte sich auch auf den Verkehr in der Stadt Lüdenscheid und im Umland aus aus. 

Zahlreiche Autofahrer, die in Richting Norden unterwegs waren, verließen die Sauerlandlinie und fuhren übers Bräuckenkreuz durchs Volmetal in Richtung Hagen. Ab 16.15 Uhr konnte die Fahrbahn zunächst einspurig wieder freigegeben werden.

Von Olaf Moos und Bettina Görlitzer

Quelle: wa.de

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