Zug schleift Auto 200 Meter mit: keine Verletzten

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Haltern am See - Ein Zug hat in Haltern am See im nördlichen Ruhrgebiet ein Auto erfasst und den Wagen 200 Meter weit mitgeschleift. Der 25 Jahre alte Autofahrer und sein vier Jahre älterer Beifahrer hatten sich kurz vor dem Aufprall in Sicherheit bringen können.

Auch der Lokführer und die Fahrgäste in dem Regional-Express auf dem Weg nach Essen blieben unverletzt. Fahrgäste zwischen Essen und Münster mussten im Berufsverkehr am Morgen teilweise auf Taxis umsteigen und kamen deutlich verspätet ans Ziel. 

Der 25-Jährige habe in der Nacht zum Dienstag vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Auto verloren und sei auf die Bahngleise geschleudert. Er und sein Beifahrer hätten den herannahenden Zug gesehen und fluchtartig das Fahrzeug verlassen, teilte die Polizei mit. Als die Einsatzkräfte eintrafen, habe der Fahrer zu Fuß das Weite gesucht, er sei aber wenig später gefunden worden. 

Offensichtlich habe er vor dem Unfall Alkohol getrunken. Auf den Linien RE2 und RB42 werde vermutlich erst im Laufe des Vormittags wieder ein durchgängiger Zugverkehr zwischen Essen und Münster möglich sein, sagte ein Bahnsprecher. Die Fahrgäste mussten in Haltern am Dienstagmorgen auf Taxis umsteigen und längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. - dpa

Quelle: wa.de

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