Auf dem Weg ins Rathaus kollabiert

Schockstarre in Bad Münstereifel: SPD-Kandidat stirbt am Wahlabend

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Werner Esser, SPD-Kandidat in Bad Münstereifel, starb am Sonntagabend.

Bad Münstereifel - Über der Stadt Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen liegt Schockstarre: Die Bügermeisterwahl wurde in der Kurstadt am Sonntagabend durch den Tod von Werner Esser (57), gemeinsamer Kandidat von SPD, Unabhäniger Wähler Vereinigung (UWV) und Grünen, überschattet. Der Bonner kollabierte kurz vor 18 Uhr auf dem Weg ins Rathaus und starb auf der Intensivstation des Euskirchener Marien-Hospitals.

Esser, der mit 44,7 Prozent etwas überraschend das beste Ergebnis in Bad Münstereifel erzielte, wäre am 27. September in die Stichwahl mit Sabine Preiser-Marian (37,7 Prozent) gegangen. Jetzt muss die Wahl wiederholt werden.

Doch alle politischen Ergebnisse standen am Sonntagabend völlig im Hintergrund: Weggefährte Essers sämtlicher Parteilager waren geschockt, wie die "Kölnische Rundschau" berichtete: "Als ich die Nachricht bekommen habe, habe ich erst einmal hemmungslos losgeheult", wurde Essers Mitbewerberin Sabine Preiser-Marian zitiert.

SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft und Generalsekretär André Stinka sagten laut Mitteilung

: „Wir sind tief getroffen und geschockt über den Tod unseres Genossen Werner Esser, dem SPD-Bürgermeisterkandidaten in Bad Münstereifel, der heute Abend so plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen wurde. Werner Esser war ein großartiger Mensch, ein Kümmerer und ein Kämpfer für die Werte der Sozialdemokratie. Wir vermissen ihn in unserer Mitte und sind in Gedanken bei seiner Familie und seinen Angehörigen.“

Esser war Ratsherr in Bonn, der jetzt in Bad Münstereifel Bürgermeister werden wollte. Kurz vor Schließung der Wahllokale brach er nach einem Toilettengang zusammen. Alle Rettungsversuche durch Parteikollegen und die Notärzte blieben erfolglos. - eB

Quelle: wa.de

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