66 Euro pro Sekunde: Schuldenuhr NRW läuft seit 20 Jahren

+
Die Schuldenuhr des Steuerzahlerbundes NRW.

Düsseldorf - Nur schnelle Kopfrechner können da mithalten: 66 plus 66 plus 66 im Sekundentakt. So schnell steigen im Moment zumindest rechnerisch die Landesschulden, meint der Bund der Steuerzahler. Abzulesen seit 20 Jahren auf einer "Schuldenuhr".

Seit 20 Jahren weist der Bund der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen mit einer sogenannten Schuldenuhr auf die steigende Staatsverschuldung hin. "Das Problem beim Thema Verschuldung ist, dass die Verschuldung nicht fassbar, nicht begreifbar ist und deshalb abstrakt bleibt. Verdienst der Schuldenuhr ist, das Problem sichtbar gemacht zu haben", sagte am Freitag der stellvertretende Vereinsvorsitzende Eberhard Kanski.

Die in der Geschäftsstelle des Vereins installierte Uhr soll den aktuellen Schuldenstand des Landes Nordrhein-Westfalen anzeigen. Die Uhr tut so, als würde die Verschuldung sekündlich zunehmen. Damit soll die jeweilige Neuverschuldung besser sichtbar werden.

66 Euro mehr Schulden pro Sekunde

Derzeit nehmen die Schulden des Landes nach Angaben des BdSt jede Sekunde um 66 Euro zu. Am Freitag belief sich laut BdSt der Schuldenstand des Landes NRW auf über 188,3 Milliarden Euro. Auch im Internet läuft die Schuldenuhr.

Am 29. November 1995 war der Bund der Steuerzahler NRW zum ersten Mal mit einer mobilen Schuldenuhr vor dem Landtag aufgezogen. Später wurde sie dann fest in der Landesgeschäftsstelle platziert.

Vorbild war die Schuldenuhr am New Yorker Times Square, die die US-Staatsschulden abbilden soll. Die erste Schuldenuhr in Deutschland hatte der Steuerzahlerbund im Sommer 1995 an der damals noch in Wiesbaden beheimateten Bundesgeschäftsstelle aufgestellt. - dpa

Quelle: wa.de

Kommentare