Polizei stellt nach Verfolgungsjagd Nummernschilder sicher

[UPDATE 13.30 Uhr] Düsseldorf - Zu schnell für die Polizei. Die nach einer filmreifen Verfolgungsjagd in den Niederlanden verschwundenen Raser haben einige Gegenstände hinterlassen. Die Polizei hofft nun, die Unbekannten damit doch noch zu fassen. Warum sie flohen, ist unklar.

Die Polizei hat am Wochenende die Suche nach dem Auto fortgesetzt, das nach einer langen Verfolgungsjagd entkommen war. Bei der spektakulären Verfolgungsjagd mit 24 Streifenwagen und einem Hubschrauber im Rheinland sind die hochmotorisierten Raser nicht spurlos verschwunden. Die gestohlenen Kennzeichen des Wagens und ein Kanister konnten sichergestellt werden, berichtete ein Polizeisprecher am Montag in Düsseldorf.

An dem Wagen waren im August in Bad Ems gestohlene Kennzeichen (EMS-) montiert, die von den Tätern auf der Flucht weggeworfen wurden. Die Gegenstände würden nun auf DNA und Fingerabdrücke untersucht. Eine heiße Spur habe sich dabei aber noch nicht ergeben.

Als falsche Fährte erwies sich ein brennender Audi A 8 in Den Bosch in den Niederlanden. Das Auto mit Stufenheck war eineinhalb Stunden, nachdem die Polizei die Flüchtigen aus den Augen verloren hatte, in der niederländischen Stadt ausgebrannt. Es handele sich nicht um den Fluchtwagen, sagte ein Polizeisprecher. Der sei ein Kombi.

Zwei Stunden lang hatte die Polizei in der Nacht zum Freitag über sieben Autobahnen hinweg versucht, den schwarzen Wagen zu stoppen. In den Niederlanden hatte sich die Spur des Autos schließlich verloren. Die Polizei geht davon aus, es mit einem gut 400 PS starken und 250 Stundenkilometer schnellen Auto zu tun gehabt zu haben. Mehrere teils maskierte Männer saßen in dem Auto. Unklar ist, warum sie die Flucht vor der Polizei ergriffen.

Ihr plötzliches Davonrasen im Düsseldorfer Norden könne bislang mit keiner Straftat in Verbindung gebracht werden. Die Insassen fanden während der wilden Fahrt sogar noch Zeit, ihren Boliden nachzutanken. Die Polizei geht nach Auswertung von Aufnahmen der Radarfallen davon aus, dass es sich um einen Audi RS4 oder RS6 handelte. - dpa

Quelle: wa.de

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