Nach Unfall und "Totalschaden" wieder intakt

"Starenkasten" in Schwerte ab Montag wieder "scharf"

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Schwerte - Rund vier Monate war er außer Betrieb, ab kommendem Montag, 14. November wird an der Ruhrtalstraße in Schwerte wieder fotografiert: Dann geht dort der "Starenkasten“ – wie die Geschwindigkeitsmessanlage im Volksmund heißt – wieder in Betrieb. Das hat der Kreis Unna am Freitag mitgeteilt.

Am 30. Juni 2016 hatten mehrere Unfallbeteiligte im morgendlichen Berufsverkehr Glück im Unglück gehabt. Damals kam auf der Ruhrtalstraße ein Autofahrer aus Schwerte von der Fahrbahn ab und rammte den „Starenkasten“. Der Mast wurde dabei unter dem Auto begraben, die Messeinheit flog Meter weit. 

Nicht nur der Fahrer blieb unverletzt, sondern auch ein Mitarbeiter des Kreises Unna, der die stationäre Anlage genau zu diesem Zeitpunkt wartete. Einzig Auto und die Messanlage wurden beschädigt. 

„Die Anlage steht nun wieder an Ort und Stelle und muss in dieser Woche nur noch geeicht werden, bevor wir sie wieder scharf schalten“, berichtet Günter Sparbrod, der Leiter der Straßenverkehrsbehörde beim Kreis und ergänzt: „Das machen wir nicht ohne Grund.“ 

Denn die Ruhrtalstraße sei ein Gefahrenpunkt, an dem erfahrungsgemäß häufig viel zu schnell gefahren werde. 

Allein in den drei jüngsten Jahresstatistiken seien hier, wo bis Ende 2015 maximal Tempo 70 vorgeschrieben war, traurige „Spitzenreiter“ aktenkundig geworden: 2013 wurde der Schnellste mit 148 km/h gemessen, 2014 war es ein Fahrer mit 141 Sachen und im Jahr 2015 trat immer noch jemand so kräftig aufs Gas, dass er mit 131 geblitzt wurde. 

Wegen Straßenschäden hat der Landesbetrieb Straßen.NRW die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Januar 2016 auf 50 Stundenkilometer gedrosselt. In den vier Monaten, in denen der „Starenkasten“ außer Betrieb war, setzte der Kreis übrigens auf der Ruhrtalstraße mobile Messanlagen ein. - eB

Quelle: wa.de

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