Kölner Dom in 3D erfasst - "Damit der Dom uns bleibt!"

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Der Professor für Kommunikationsdesign, Chris Wickenden (M)itte erläutert in Köln neben dem Mitarbeiter der Dombauhütte Jörg Sperner (links) und dem Studenten Norman Jankowski die dreidimensionale Erfassung des Kölner Doms. Der Dom ist als dreidimensionales Modell erfasst worden, um ihn digital für die Nachwelt zu erhalten.

Köln - 660 Scans, 2000 Gigabyte Datenmenge und 60 Stunden Filmmaterial - der Kölner Dom ist nun dreidimensional erfasst.

Studenten und Dozenten der Hochschule Fresenius haben zusammen mit der Dombauhütte und der Heriot-Watt University Edinburgh das Kölner Wahrzeichen mit Laserscannern millimetergenau vermessen. Am Dienstag stellten sie ihre Ergebnisse in Bildern und einem Film vor.

Im Dom kamen unter anderem Kranwagen zum Einsatz, an denen die Scanner montiert waren. Die Mitwirkenden kletterten außerdem auf die mehr als 157 Meter hohen Türme und die umliegenden Gebäude, um die gigantische Außenfassade des Wahrzeichens digital zu erfassen. Der nächste Schritt ist nun die Analyse der immensen Datenmenge.

Projektleiter Chris Wickenden erklärte den Nutzen: "Irreparable Schäden, zum Beispiel durch Witterung, können dadurch sehr genau behoben werden". Oder wie er es zusammenfasste: "Damit der Dom uns bleibt!".

Durch die digitale Dokumentation sei eine Vermessung per Hand nun nicht mehr nötig, sagte Jörg Sperner, Assistent des Dombaumeisters der Kölner Dombauhütte. Das 35.000 Euro teure Projekt bringe "Jahrzehnte an Zeitersparnis". Ein "Virtual Reality"-Rundgang durch den Dom, also eine digitale Tour mit Hilfe von Datenbrillen, sei allerdings noch Zukunftsmusik. - dpa

Quelle: wa.de

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