Tödlicher Schuss: Behörde stellt Ermittlungen gegen Polizisten ein

Münster/Gronau - Sieben Monate nach einem tödlichen Schuss aus einer Dienstwaffe in Gronau hat die Staatsanwaltschaft Münster die Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten eingestellt. 

Nach der Bewertung der Behörde hat der Beamte bei einem Messer-Angriff in Gronau nach Vorschrift und verhältnismäßig reagiert. 

"Dem Beschuldigten war kein strafrechtlicher Vorwurf zu machen", teilte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt mit. Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil der Angreifer im Rücken getroffen wurde. 

Bei einem Streit zwischen zwei Gruppen war die Polizei im November 2015 in die Gronauer Innenstadt ins westliche Münsterland gerufen worden. 

Vor dem tödlichen Schuss auf einen 46-Jährigen war der Beamte den Ermittlungen zufolge von diesem mit einem Messer attackiert worden. Demnach hatte der Polizist den Angreifer mehrmals erfolglos aufgefordert, das Messer wegzulegen. Auch ein erster Schuss in den Oberarm stoppte den Mann nicht. Ein zweiter Schuss war tödlich. 

Laut Gutachter und Zeugenaussagen kam die Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, dass der Angreifer während der Schussabgabe seinen Oberkörper wegdrehte und deshalb die Kugel den Mann im Rücken traf. - dpa

Quelle: wa.de

Kommentare