Nasser Start in die Woche

Gewitter und Regengüsse: NRW kam glimpflich davon

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[Update, 17.30 Uhr] Düsseldorf - Hunderte Blitze, heftiges Donnergrollen. Ein Unwetter hat am Montag eine Regenflut über NRW gebracht. Bahn-Pendler mussten warten, Schüler bekamen schulfrei, in Bochum schlug der Blitz bei der Polizei ein.

Strömender Regen, begleitet von Blitz und Donner: Ein heftiges Unwetter hat am Montag in Nordrhein-Westfalen reihenweise Unterführungen und Keller überflutet. Mehrere Blitzeinschläge in Stellwerke und Oberleitungen störten am Morgen den Bahnverkehr. Betroffen waren Pendler-Strecken bei Gummersbach, Essen, Neuss und Köln.

Unterführungen voller Wasser wurden für Autofahrer zur Falle. In Oberhausen und andernorts blieben Fahrzeuge in den Fluten stecken. Am Düsseldorfer Flughafen wurden wegen des Wetters 60 Starts und Landungen gestrichen. Außerdem habe es zahlreiche Verspätungen gegeben, teilte der drittgrößte deutsche Airport mit.

Nördliches Ruhrgebiet besonders betroffen

Besonders schlimm traf es das nördliche Ruhrgebiet. In Dinslaken prasselten am Vormittag binnen einer Stunde 30 Liter Wasser pro Quadratmeter nieder - das war der höchste Wert in Nordrhein-Westfalen. In Bottrop wurde die Feuerwehr zu 80 Einsatzstellen gerufen. Teilweise stand das Wasser meterhoch in tieferliegenden Bereichen, zahlreiche Straßen wurden überschwemmt. So heftig wie in anderen Bundesländern waren Sturm und Regen in NRW aber nicht.

Schulfrei in Bottrop

Ein Blitzeinschlag löste im Heinrich-Heine-Gymnasium in Bottrop Alarm aus und verschaffte Hunderten Schülern unerwartet schulfrei. Die etwa 850 Jungen und Mädchen mussten das Gebäude verlassen. Nach einer Dreiviertelstunde konnten Schüler und Lehrer zurück. Die Schulleitung beschloss, die teils völlig durchnässten Kinder nach Hause zu schicken.

Blitzeinschlag bei der Polizei

In Bochum wurde die Polizei selbst zum Opfer des Wetters: Nach einem Blitzeinschlag war die Notrufnummer 110 mehr als drei Stunden außer Betrieb. "Es war ein Wahnsinnskrach", beschrieb ein Polizist den Einschlag.

Drei Brände

Nach einem Blitzeinschlag stand in Wuppertal das Dach eines Mehrfamilienhauses in Flammen. Die elf Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen, als die Feuerwehr mit 35 Mann anrückte. Auch in Heiligenhaus war der Dachstuhl eines Hauses in Brand geraten. In Sonsbeck am Niederrhein brannte das Dach eines Einfamilienhauses. Der Schaden beträgt etwa 100 000 Euro, Menschen wurden nicht verletzt. 

Besser soll es am Dienstag werden. "Die Nacht verläuft warnfrei", teilte der DWD mit. Trocken soll es aber nicht bleiben. Die Wetterexperten rechnen bereits für Mittwoch und Donnerstag mit neuen Schauern und Gewittern. Mindestens bis Freitag muss laut Wetterdienst bundesweit noch mit starken Regenfällen und teilweise auch Gewittern gerechnet werden. - dpa

mehr Informationen: 

- Hochwasserportal für NRW

- Warnungen des Deutschen Wetterdienstes

Quelle: wa.de

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