Flugzeugkollision: Ursache unklar, drei Männer aus NRW tot 

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Hagen - Nach dem Zusammenstoß von zwei Kleinflugzeugen in Hagen nahe Bremerhaven untersuchen Experten die Unfallursache. "Zusammenstöße in der Luft sind eher die Ausnahme", sagte der Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) am Montag, die die Ermittlungen führt.

Bis erste Ergebnisse vorliegen, werde es mehrere Wochen dauern. Am Samstag waren die beiden Flugzeuge in der Luft kollidiert. Eins davon stürzte auf eine Kuhweide, drei Männer aus Nordrhein-Westfalen kamen ums Leben. Der Pilot der anderen Maschine konnte auf dem Flugplatz Bremerhaven-Luneort notlanden.

Die Experten von der Bundesstelle wollen den 40-Jährigen nun befragen. Außerdem werden sie das Wrack und die Trümmerteile an der Unfallstelle in Hagen im Kreis Cuxhaven begutachten. Eine Frage werde dabei sein, ob die Kleinflugzeuge ein Frühwarnsystem für Zusammenstöße an Bord gehabt hätten, sagte der BFU-Sprecher. Dieses sei in Kleinflugzeugen jedoch keine Pflicht.

Daten zum Stand der Sonne, zur Windrichtung und zur Sicht sollen Aufschluss darüber geben, ob diese für den Unfall verantwortlich sein könnten. Die Experten werden auch prüfen, ob die Bauweisen der beiden Flugzeugtypen möglicherweise eine Rolle bei dem Unglück gespielt haben: Bei der Piper PA-28 sitzt der Pilot oberhalb der Flügel, bei der Cessna 172 unterhalb. Unter bestimmten Bedingungen können diese deshalb die andere Maschine nicht sehen. Ein Zusammenstoß aus diesem Grund sei schon einmal vorgekommen, sagte der BFU-Sprecher. - lnw

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Quelle: wa.de

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