Bundespolizei sucht weitere Geschädigte und Zeugen

Vermummte greifen BVB-Fans im Regionalexpress an

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Dortmund/Essen - Fußballfans von Borussia Dortmund wurden am Samstagabend nach dem Topspiel gegen Bayern München auf der Heimreise im Regionalexpress von Dortmund nach Duisburg überfallen. 40, zum Großteil vermummte Täter bedrohten die BVB-Fans und raubten zahlreiche Fanutensilien. Mindestens eine Person wurde verletzt.

Gegen 22.30 Uhr gingen am Samstag nach Angaben der Polizei mehrere Notrufe in Essen ein. Reisende im RE 6 von Dortmund nach Duisburg berichteten von Schlägereien und Raubüberfällen im Zug, der sich zwischen Dortmund und Essen befand. Alarmierte Einsatzkräfte der Bundespolizei trafen daraufhin im Essener Hauptbahnhof auf zehn Personen.

Sie erklärten den Bundespolizisten, dass sie nach dem BVB-Spiel gegen Bayern München den RE 6 vom Dortmunder Hauptbahnhof in Richtung Essen genutzt hätten. Kurz vor dem Bochumer Hauptbahnhof habe eine größere Personengruppe - bis zu 40 Personen - den Wagon betreten. Ein Großteil soll mit schwarzen Sturmhauben vermummt gewesen sein. Sofort hätten sie die BVB-Fans aufgefordert, ihre Fankleidung auszuhändigen, ansonsten würde man sie "kaputt" bzw. "totschlagen".

Ein Großteil der eingeschüchterten Dortmunder Fans habe auch seine Fankleidung herausgegeben. Dennoch hätten einige Angreifer auf mehrere Fans eingeschlagen. Zudem wurden mehreren BVB-Fans Schals vom Hals gerissen. Ein Großteil der Vermummten, die zum Teil Vereinsabzeichen von Borussia Mönchengladbach getragen hätten, seien am Bochumer Hauptbahnhof ausgestiegen.

Weil nicht auszuschließen war, dass noch einige Tatverdächtige den RE 6 nutzten, überprüften Einsatzkräfte der Düsseldorfer Bundespolizei den Zug im Duisburger Hauptbahnhof. Es konnten jedoch keine Hinweise auf die Angreifer gewonnen werden.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Raubes ein.

Bislang meldeten sich acht Geschädigte, die aus Essen, Oberhausen, Hördt und Raststatt stammen, bei der Bundespolizei. Geschädigte und Zeugen des Angriffs werden gebeten, sich mit der Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 in Verbindung zu setzen.

Quelle: wa.de

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