Die bittere Wahrheit der Experten:

Weiße Weihnachten in NRW sind eher eine Schnapsidee

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NRW - Der Kölner Dom im Schnee, die Büdchen auf den Weihnachtsmärkten im Ruhrgebiet weiß getupft - schön wäre es ja mit der weißen Weihnacht. Realistisch ist es nicht.

Träumen von der weißen Weihnacht: Die Meteorologen beim Deutschen Wetterdienst in Essen sind fast schon ein bisschen genervt, denn seit Oktober wird regelmäßig gefragt, ob es denn in diesem Jahr klappt mit dem Schnee an Weihnachten. "Grüne Weihnachten sind wahrscheinlicher", lautet dann generell die Antwort. Denn entlang des Rheins und auch im Ruhrgebiet beträgt die Wahrscheinlichkeit für weiß gepuderte Landschaften an allen drei Weihnachtstagen gerade mal zehn Prozent. Lediglich in den Küstenregionen sei die Wahrscheinlichkeit noch niedriger, betonte der Deutsche Wetterdienst.

Zuletzt gab es 2010 in NRW fast flächendeckend weiße Weihnachten. Damals war Düsseldorf von einer außergewöhnlich dicken 27 Zentimeter hohen Schneeschicht bedeckt. Davor gab es 2009 drei Zentimeter, 2000 einen Zentimeter, 1986 sechs Zentimeter sowie 1978 und 1976 jeweils einen Zentimeter an Weihnachten - allerdings blieb der Schnee häufig nicht während der drei Weihnachtstage liegen.

Dem statistischen Mittel zufolge dürfte es also erst wieder 2020 an Weihnachten ein bisschen schneien. Das kann der Deutsche Wetterdienst jedoch nicht bestätigen. Schließlich sei das Wetter ein chaotisches System. Genaue Prognosen könne es frühestens eine Woche vor Weihnachten geben. Und im Sauerland und in der Eifel sind die Chancen auf Schnee ohnehin viel höher als am Rhein.

Aber eines zeigen die Statistiken: Dass es früher "zu Großmutters Zeiten" viel öfters weiße Weihnachten gegeben haben soll, ist nichts weiter als ein Gerücht. Die Häufigkeiten haben sich bis heute nicht signifikant verändert. Weiße Weihnachten blieben einfach nur länger im Gedächtnis, betonten die Experten.

Quelle: wa.de

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