Neue Infos zu festgenommenen IS-Terroristen

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U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee in Düsseldorf

Mülheim - Einer der drei Tatverdächtigen im Zusammenhang mit IS-Anschlagsplänen ist in Mülheim an der Ruhr festgenommen worden. Ein Stadtsprecher bestätigte am Freitag Medienberichte, wonach es am Vortag in der Mittagszeit in der Nähe des Rathauses einen Einsatz von Spezialkräften gegeben habe.

Dabei seien zunächst zwei Personen festgenommen worden. Nach seinen Informationen habe der Einsatz im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den IS gestanden, sagte der Sprecher. Die für Mülheim zuständige Polizei Essen wollte sich dazu nicht äußern und verwies an die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. 

Drei Syrer waren am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg festgenommen worden. Sie sollen im Auftrag der Führungsebene der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einen Anschlag in Düsseldorf geplant haben. 

Alle drei in Deutschland festgenommenen Syrer lebten in Flüchtlingsunterkünften. Bei dem SEK-Einsatz in Mülheim seien die Festgenommenen von Beamten in die Mülheimer Bürgeragentur gebracht worden, die in einem Ladenlokal im Rathaus untergebracht sei, sagte der Stadtsprecher. "Sie wurden auf den Boden gelegt, gefesselt und bekamen Masken über den Kopf, berichteten Beschäftigte der Bürgeragentur."

Der in Paris inhaftierte und geständige Terrorverdächtige Saleh A. soll vor seiner Festnahme in einem Flüchtlingsheim im niederrheinischen Kaarst gelebt haben. Der Mann sei seit dem 16. Oktober 2013 in dem Heim im Stadtteil Vorst gemeldet, sagte eine Sprecherin der Stadt Kaarst am Freitag. Zuerst hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet. Saleh A. hatte sich laut Bundesanwaltschaft am 1. Februar in Paris den französischen Behörden offenbart, Deutschland bemüht sich um die Auslieferung des 25-Jährigen.

Quelle: wa.de

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