Gammelfleisch-Berge in NRW - Illegale Entsorgung an Autobahnen 

+
Unter anderem in Schwerte wurde Gammelfleisch abgekippt.

Recklinghausen -  Der Gammelfleisch-Skandal in Nordrhein-Westfalen weitet sich aus. Innerhalb von einer Woche ist die Zahl der Fundorte illegal entsorgter Fleischberge auf bereits fünf gestiegen. Unbekannte haben stinkendes Altfleisch auch in Sprockhövel und Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) an Böschungen abgekippt.

Im Fall Sprockhövel entluden die Täter 14 Mülltonnen mit Gammelfleisch, Altobst, Kartoffeln und Plastikbesteck auf einem abgelegenen Privatgrundstück. Für die Entsorgung müsse jetzt der Eigentümer des Grundstücks sorgen, teilte die Kreisverwaltung am Donnerstag in Schwelm mit.

Alle Tatorte lagen jeweils in der Nähe von Autobahnen. Hinweise auf die Täter gibt es nach Auskunft der Behörden noch nicht. In Schwerte (Kreis Unna) habe es zwar erste Hinweise gegeben. "Wir tappen aber noch im Dunkeln", sagte Stadtsprecher Carsten Morgenthal.

Im Fall Sprockhövel hat der Kreis wegen der Zusammensetzung des Mülls mit Altfleisch, Obst, Kartoffeln und Plastikbesteck einen vagen Verdacht. "Diese Zusammensetzung könnte darauf hindeuten, dass die Abfälle aus einer Kantine stammen. Konkrete Hinweise über den Verursacher liegen uns derzeit allerdings nicht vor", sagte Kreissprecher Ingo Niemann.

Auch zu den Funden in Castrop-Rauxel und Haltern am See gibt es laut Kreispolizei Recklinghausen noch keine konkreten Erkenntnisse. "Wir sammeln und werten Spuren aus", hieß es.

Insgesamt haben die Täter Tonnen von Gammelfleisch illegal entsorgt. Für die Vernichtung über Entsorgungsfirmen müssen die Kommunen Tausende Euro bezahlen, im Fall Sprockhövel der Privateigentümer. - dpa

Quelle: wa.de

Mehr zum Thema

Kommentare