Knapp 1000 Schweine gerettet

Westfleisch-Fabrik in Paderborn niedergebrannt

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[Update, 7 Uhr] Paderborn - Der Großbrand in einer Westfleisch-Fabrik in Paderborn, der am Montagabend ausgebrochen war, wurde am frühen Dienstagmorgen unter Kontrolle gebracht. Zwei Menschen wurden bei dem Brand verletzt. Fast alle lebende Tiere, die sich in der Halle befanden, wurden vor dem Feuer gerettet.

Beim Ausbruch des Feuers am Montag befanden sich 1000 lebende Schweine in der Halle, wie die Feuerwehr am Morgen berichtete. Lediglich zwei Tiere mussten wegen aggressiven Verhaltens erschossen werden. Der Rest konnte in Sicherheit gebracht werden.

Aus bislang ungeklärter Ursache war am Montagabend ein großflächiger Brand in der Schlachterei entstanden. Die Halle brannte auf mehr als 100 Metern Länge. Ein Teil der Fabrik war dabei eingestürzt, die Einsatzkräfte konnten das Gebäude längere Zeit nicht betreten. Mittlerweile sei das Feuer jedoch gelöscht, die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch an. 

Zwei Menschen wurden bei dem Brand leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Ein 47-jähriger Lastwagenfahrer war bei Ausbruch des Feuers im Hof von einer schwarzen Rauchwolke eingeschlossen worden und musste von der Feuerwehr gerettet werden. Auch eine 26-jährige Mitarbeiterin wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung behandelt. Anwohner im Nordosten des Brandortes wurden aufgerufen, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Wie die Neue Westfälische (NW) berichtete, kämpften mehr als 200 Feuerwehrleute aus Paderborn, Bad Lippspringe, Borchen und Delbrück gegen das Flammenmeer. Die Schadenshöhe werde mindestens auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.

Das Feuer, das einen rund 12.000 Quadratmeter großen Bereich vollkommen zerstört hat, brach laut NW gegen 16.40 Uhr ausgebrochen, als eine Gewitterfront mit Sturmböen und Hagelschlag über den Kreis Paderborn hinweg zog. - lnw/eB

Amateurvideos vom Unglücksort:

Quelle: wa.de

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