Wieder mehrere Geldautomaten gesprengt - keine Spur der Täter

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Symbolbild

NRW - Gesprengt, geknackt, gefunden: Innerhalb von 24 Stunden haben Diebe in Nordrhein-Westfalen mehrere Geldautomaten in die Luft gejagt.

Zwei Geräte der Postbank wurden am Donnerstagmorgen in Bonn und Euskirchen zerstört. Durch die Sprengung in Euskirchen wurden auch Teile der Decke der Filiale demoliert, wie die Polizei mitteilte. Ob und wie viel Geld die flüchtigen Täter erbeutet haben, ist noch unklar.

Fast zeitgleich wurden Nachbarn einer Packstation im Bonner Stadtteil Bad Godesberg durch einen Knall aus dem Schlaf gerissen. Sie beobachten einen Mann auf einem Motorroller und alarmierten die Polizei. Zu spät: "Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand erbeutete der Täter Bargeld in noch nicht bestimmten Umfang", teilte die Polizei mit.

Am frühen Mittwochmorgen hatten Einbrecher bereits vergeblich versucht, einen Geldautomaten in Bonn-Endenich zu sprengen. Ein Nachbar hatte einen Feuerschein gesehen, einen Knall gehört und anschließend Polizei und Feuerwehr alarmiert. Der Geldautomat sei beschädigt worden. Der Vorraum der Bankfiliale musste aber nicht gesperrt werden. Die maskierten Täter konnten fliehen.

Mit ihrer Beute konnten unbekannte Diebe dagegen in Kerpen abziehen. Sie hatten beim Einbruch am vergangenen Wochenende gleich den ganzen Automaten mit einem gestohlenen Kleintransporter aufgerissen, anschließend abtransportiert und schließlich aufgebrochen. Der Geldautomat stand im Eingangsbereich einer Spielhalle, er wurde am Mittwoch in der Böschung auf einem Pendlerparkplatz gefunden - beschädigt und mit leerer Geldkassette. 

Somit hält die Serie von Geldautomaten-Sprengungen in Nordrhein-Westfalen an. Das Landeskriminalamt hat 2016 schon mehr als 20 Angriffe auf Geldautomaten registriert. - dpa

Quelle: wa.de

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