Wohnsitzloser Kölner getötet - Verdächtiger festgenommen

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Nach einem Tipp entdeckt die Polizei im Oberbergischen Land 30 Kilometer östlich von Köln die Leiches eines Mannes. Seinen mutmaßlichen Mörder nennt der Tippgeber anscheinend auch.

Ein 47-jähriger Mann aus Dormagen soll einen 32-jährigen Wohnsitzlosen aus Köln umgebracht haben. Die Kölner Staatsanwaltschaft beantragte gegen den Verdächtigen am Sonntag Haftbefehl wegen Mordes. Zu den Hintergründen des Verbrechens schwiegen die Ermittler. Die Polizei hatte nach einem Tipp bereits am Donnerstagabend in einem Waldstück in Lindlar 30 Kilometer östlich von Köln eine stark verweste männliche Leiche entdeckt.

Die Obduktion hatte den Verdacht eines Gewaltverbrechens bestätigt. Wie der Mann umgebracht wurde, wollten die Ermittler aus taktischen Gründen nicht sagen. Ob die Leiche in Lindlar lediglich abgelegt wurde, oder es sich um den Tatort handelt, ließen die Behörden ebenfalls offen.

Trotzdem nahmen die Ermittler den 47-jährigen Mann aus Dormagen fest - offenbar, weil der Tippgeber auch Hinweise auf ihn als Täter gegeben hatte. Erst nachträglich konnte die Mordkommission die Identität des Opfers klären. Eine 27-jährige Frau erkannte die Tätowierung des Toten in den Medien und meldete sich bei der Polizei.

Details zur Tat wollen die Ermittler an diesem Montag mitteilen. Der Fundort der Leiche auf der anderen Seite des Rheins ist von Dormagen ungefähr 57 Kilometer entfernt. Die Leiche weist an einem Unterarm auffällige Tätowierungen mit den Schriftzügen "Diego" und "Aylin" auf. - dpa

Quelle: wa.de

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