Zahl der Ausländer in NRW ist stark angestiegen

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Die Zahl der in Nordrhein-Westfalen lebenden Ausländer ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen.

Düsseldorf - Um knapp 10 Prozent ist die Zahl der Ausländer in NRW voriges Jahr angestiegen. Eine Folge der Flüchtlingskrise. Vermutlich sind noch längst nicht alle Neuankömmlinge registriert.

Die Zahl der in Nordrhein-Westfalen lebenden Ausländer ist 2015 so stark gestiegen wie seit Jahrzehnten nicht. Ende 2015 lebten in NRW knapp 2,3 Millionen Einwohner mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Das waren etwa 196.000 oder 9,5 Prozent mehr als Ende 2014. 

Über diese Daten des Ausländerzentralregisters informierte das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf. Da wohl noch nicht alle 2015 gekommenen Flüchtlinge von den Behörden erfasst wurden, sei der Anstieg vermutlich noch höher ausgefallen, erklärten die Statistiker.

Hochburg der Nicht-Deutschen ist Köln. In der Millionenstadt hat fast jeder Zehnte NRW-Bürger mit ausländischem Pass seinen Wohnsitz. Wie die Statistiker unter Berufung auf das Ausländerzentralregister weiter mitteilten, lebten 2015 über 1,4 Millionen - oder 62 Prozent - seit mindestens acht Jahren in NRW und könnten Anspruch auf Einbürgerung erheben. 

Die größte Gruppe aller in NRW lebenden Nicht-Deutschen stellen die gut 500.000 Türken, gefolgt von Polen (200.000) und Italienern (137.000). Unter den außereuropäischen Staatsangehörigkeiten waren die größte Gruppe die gut 84.000 Menschen aus Syrien. Ihre Zahl hat sich nach Angaben der Statistiker binnen eines Jahres mehr als verdoppelt. - lnw

Quelle: wa.de

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