Zahl der Autodiebstähle in NRW deutlich gestiegen

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[Update] NRW - Sie sind häufig da, kündigen sich nie an, gehen früh und nehmen oft die teuersten Sachen mit: Autodiebe sind im vergangenen Jahr wieder Tausende Male ungebetene Gäste gewesen in Nordrhein-Westfalen. Ihr Geschmack wird dabei zunehmend exklusiver.

Diebe knacken in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich etwa alle zwei Stunden ein Auto - und fahren damit davon. Nach Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) klauten sie im vergangenen Jahr insgesamt 4433 in NRW zugelassene und kaskoversicherte Fahrzeuge - und sie haben nach wie vor einen sehr kostspieligen Geschmack. Denn während die Menge der gestohlenen Wagen in Nordrhein-Westfalen um rund zehn Prozent zugenommen hat, stieg der Schaden für die Versicherer wegen der teurer werdenden Autos sogar um etwa 16 Prozent auf rund 10 Millionen Euro.

In Düsseldorf werden dabei nicht nur die meisten Autos gestohlen, sondern auch die teuersten: Insgesamt 222 schlugen Autoknacker hier zu, jeder Diebstahl kostete den Versicherer durchschnittlich 26 000 Euro. In der Landeshauptstadt wurde im Jahr 2015 einer von 1000 zugelassenen und versicherten Pkw gestohlen, in Köln waren es 0,9 (316 Diebstähle/18.992 Euro) und in Essen 0,8 (176 Diebstähle/16.209 Euro).

Auch im Bundesvergleich müssen die Autobesitzer zwischen Münster und Bonn eher auf der Hut sein: Während in NRW pro 1000 zugelassene Fahrzeuge 0,6 gestohlen wurden, waren es im bundesweiten Durchschnitt 0,5. Hauptstadt der Autodiebe bleibt Berlin (3,5) vor Hamburg (1,8) und Brandenburg (1,3). In Bayern (0,1) steht das Auto dagegen deutlich sicherer.

Auffällig für NRW: Autodiebe haben es hier laut Statistik vor allem auf wertvollere Fahrzeuge abgesehen: Die Versicherer entschädigten die Diebstahlopfer im Schnitt mit 16.675 Euro, bundesweit liegt der Wert bei 15 611 Euro - das ist in beiden Kategorien so viel wie nie zuvor.

In ganz Deutschland stahlen Autodiebe im vergangenen Jahr 18.659 kaskoversicherte Pkw, vier Prozent mehr als 2014. Der wirtschaftliche Schaden wuchs von rund 262 auf über 291 Millionen Euro (plus 11 Prozent). Besonders beliebt bei Dieben waren erneut größere Wagen, also SUVs wie Range Rover, der Toyota Land Cruiser und der Lexus RX350 sowie der Audi Q7 und BMX der Modelle X6 und X7. - dpa

Quelle: wa.de

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