Zahl der Badetoten in NRW deutlich gestiegen

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Bad Nenndorf/Düsseldorf - 62 Menschen sind seit Januar in NRW ertrunken. Leichtsinn und Selbstüberschätzung führen oft zu den Unglücken. Eine besondere Risikogruppe stellen Flüchtlinge dar.

Die Zahl der Badetoten in Nordrhein-Westfalen ist in diesem Jahr rasant gestiegen. Bis einschließlich August ertranken in NRW 62 Menschen, gut 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit. 

Damit ist der Anstieg im Westen deutlich stärker als im bundesweiten Durchschnitt: Dort stieg die Zahl der registrierten Badetoten um 12 Prozent auf 425. Bundesweit sei es die höchste Zahl an Badetoten in diesem Zeitraum seit acht Jahren. 

Weil im Moment vielerorts wieder bestes Badewetter herrscht, rechnet die DLRG für das gesamte Jahr 2016 mit einem noch deutlicheren Anstieg der Todesfälle. Die Unfälle passierten meist in unbewachten Binnengewässern. 

Ein Schwerpunkt in NRW sei zudem der Rhein, sagte ein Sprecher. Viele Menschen unterschätzten die Gefahren des Flusses. Als besondere Risikogruppe sehen die Lebensretter Flüchtlinge. Seit Januar ertranken bundesweit 56 Asylsuchende, mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2015. In NRW waren laut DLRG acht der Badetoten Asylsuchende. 

Die DLRG habe bereits reagiert, sagte Präsident Hans-Hubert Hatje: "In diesem Sommer haben wir kurzfristig Baderegeln als Piktogramme erstellt und den Kommunen wie Städten kostenlos zur Verfügung gestellt."

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Quelle: wa.de

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