Zöllner finden verbotene Korallenbruchstücke

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Düsseldorf - Am Flughafen in Düsseldorf fiel den Zöllnern ein 44-jähriger Mann aus Wuppertal auf. Er hatte zahlreiche Korallenbruchstücke bei sich. Diese hatte er nach eigenen Angaben beim Schnorcheln entdeckt und zusätzlich gekauft. Überrascht waren die Zöllner, dass "Made in China" auf einigen Teilen stand. 

Mit 64 Korallenbruchstücken (Stein- und Gehirnkoralle) und 63 Teilen von Schneckengehäusen kehrte ein 44-jähriger Wuppertaler aus dem Urlaub in der Dominikanischen Republik nach Deutschland zurück, heißt es in einer Mitteilung des Hauptzollamtes Düsseldorf. Zöllner am Düsseldorfer Flughafen baten den Betroffenen zur Kontrolle des Reisegepäcks, als dieser den Zollbereich durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren gerade verlassen wollte. 

Auf Befragen gab der Reisende an, dass er die verbotenen Souvenirs sowohl beim Schnorcheln aus dem Meer geholt, als auch in Souvenirshops gekauft habe.

Stutzig wurden die Zöllner bei einem Schild mit dem Aufdruck „Hecho en China“ (hergestellt in China). Da an Chinesischen Küsten kaum Korallen vorkommen besteht die Vermutung, dass Korallen und Schneckengehäuse nach China transportiert, dort gereinigt und gebleicht werden und anschließend an Souvenirshops in der Dominikanischen Republik verkauft werden. 

Da Korallen durch Umweltverschmutzung, Klimawandel und den illegalen Abbau durch Menschen vom Aussterben bedroht sind, ist die Einfuhr solcher „Souvenirs“ verboten (weitere Hinweise hierzu unter www.artenschutz-online.de)

Die Zöllner stellten die Korallen und Schneckengehäuse sicher und leiteten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Betroffenen ein.

Zoll gibt Hinweise auf Reisefreimengen

Im Hinblick auf die bevorstehenden Sommerferien sollten sich Reisende allerdings nicht nur mit dem Thema Artenschutz auseinandersetzen. Im Internet finden Reisende unter www.zoll.de wichtige Hinweise zu Reisefreimengen und verbotenen Waren. 

Quelle: wa.de

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